| England - Somerset | ||
Der auffallende Hügel von Glastonbury Tor ist eines der bekanntesten Kultorte im südlichen England.
Aus der Ebene von Somerset Levels erhebt sich ein flachkegelförmiger Hügel, zu dessen Kuppe spiralig ein Weg hinaufführt. Einst soll sich hier die Festung des König Melwes befunden haben, dem Herrscher von Sommerland, das laut der Artussage auf der Insel Avalon gelegen haben soll. Später errichtete man hier eine Kirche, welche jedoch von einem Erdbeben zerstört wurde. An ihre Stelle setzte man einen dem heiligen Michael geweihten Turm, welcher markant über dem baumlosen Grashügel aufragt.
Einer Legende nach war Joseph von Arimathäa nebst einiger Jünger nach der Kreuzigung Jesu von Jerusalem nach England gelangt und gründete im Jahre 37 in Glastonbury das Kloster. Den Ort habe er nicht grundlos gewählt, denn schon seit langem hätten ihn die keltischen Druiden als Versammlungsstätte genutzt. Seitens der Druiden soll Joseph einige Anerkennung erfahren haben. Sie sollen ihm das Twelve Hides (zwölf Häute) genannte Land geschenkt haben, wo Joseph seine erste Kirche errichtete.
In Glastonbury soll sich das Grab des Königs Artus befinden. Der Legende nach erlitt Artus in der Schlacht von Camlann schwerste Verletzungen, von denen er sich nicht mehr erholen sollte. Sterbend wurde er zur Insel Avalon gebracht. Bei dieser Insel soll es sich um Glastonbury handeln, das Land um den Hügel soll früher Sumpfland oder ganz mit Wasser bedeckt gewesen sein.
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Wie auch die übrigen Klöster Englands wurde auch Glastonbury unter Heinrich VIII. geschlossen, als dieser König sich von der römischen Kirche losgesagt hatte, Glastonbury schloß als letzte dieser Einrichtungen seine Pforten. Das Kloster verfiel und mit ihm der Ort Glastonbury.