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   Frankreich
 

Besançon

(veraltet dt. auch Bisanz) Eine Stadt im Hochburgund, heute östliches Frankreich. Besançon liegt am Doubs im Französischen Jura. Sie war früher Haupstadt der Franche-Comté und ist heute Sitz der Départementsverwaltung von Doubs. Besançon hatte 1990 etwa 113.000 Einwohner.

Erhalten sind einige Bauten aus der Römerzeit, aus dem Mittelalter stammt die romanisch-gotische Kathedrale.

Besançon ist heute Sitz des Erzbischofs und Universitätsstadt.

 

Im fünften Jahrhundert gehörte Besançon zum Königreich Burgund. Später wurde es fränkisch und ging 843 an Lothringen, dann wurde es Teil des neuen Königreichs Burgund. Samt Burgund kam es 1033 an das Reich.

1156 hielt man zu Besançon einen Reichstag ab. Bei dieser Gelegenheit kam es zur Konfrontation zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und Roland Bandinellie, dem späteren Papst Alexander III.
Streitfrage war die lehnsrechtliche Unabhängigkeit des Kaisers vom Papsttum.

Caesarius von Heisterbach berichtete Anfang des dreizehnten Jahrhunderts von den Ketzern von Besançon, welche mit Hilfe eines Teufelspaktes Wundertaten vollbrachten.

1282 wurde Besançon freie Reichsstadt, die weltliche Herrschaft des Bischofs war damit beendet.

Erbfolgeregelungen brachten Besançon 1360 neuerlich an Burgund, 1477 ging es in den Besitz der Habsburger über.

1521 wurden zu Besançon Pierre Bourgot und Michel Verdun hingerichtet. Man hatte ihnen vorgeworfen sich in Werwölfe verwandelt zu haben. (SCHRÖDTER, 117)

Seit 1691 ist Besançon Universitätsstadt, da in diesem Jahr die 1422 in Dôle gegründete Lehranstalt nach Besançon verlegt wurde.