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 Mensch
 
 

Frau

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Laut dem alten griechischen Sänger HESIOD ist die Frau das Ergebnis des Streits zwischen Zeus und Prometheus.

Der weise Zeus, der wenig zuvor unter Mithilfe seiner Mutter Rhea die Herrschaft seines Vaters Kronos beendet hatte, sah sich von dem klugen Titanen Prometheus herausgefordert. Prometheus hatte nämlich zugunsten der Menschen einen geschlachteten Stier so hergerichtet, daß Zeus den Teil erhalten sollte, dernach außen hin üppiger erschien, dabei aber nur ein Haufen Knochen mit einer Fettschicht darüber war, während der andere Haufen nach außenhin unscheinbar war, unter dem obenaufliegendem Magen aber das Fleisch und die nutzbaren Eingeweide enthielt. Zeus durchschaute zwar die List, wählte aber dennoch den ihm zugedachten Haufen um gleich einen Grund zu haben, Prometheus klug und verschlagen nannte und zur Strafe dessen menschlichen Schützlingen das Feuer vorenthielt. Prometheus aber gab sich nicht geschlangen und holte vom „weithin leuchtenden, unermüdlichem Feuer” (= der Sonne) neuen Brand für die Menschheit. Das ergrimmte Zeus und er ließ den Hephaistos aus Erde eine Jungfrau erschaffen, welche der und die Pallas Athene zusätzlich aufs vorzüglichste schmückten, ehe die Unwiderstehliche zu den Menschen gesandt wurde und die Frau seither „ein großes Leid für die Menschen” sei. (Theogonie, 521-612, siehe auch Pandora)

HESIOD hatte eine eher distanzierte Haltung gegenüber dem weiblichen Geschlecht („wer einer Frau traut, der traut auch Dieben”, Werke und Tage, 374). Als Faustregel für einen gesunden landwirtschaftlichen Betrieb empfiehlt er: „Erst ein Haus, dann eine Frau und den Ochsen zum Pflügen; die Frau sei gekauft, nicht gefreit und soll auch die Ochsen antreiben.” (Werke und Tage, 404f.)

HESIOD mahnte Männer, sich keinesfalls mit dem Badewasser einer Frau zu waschen, „denn ... darauf steht nachmals verderbliche Strafe.” (Werke und Tage, 752)

Aus im Wasser treibenden Frauenhaaren sollen die Blutegel entstehen. Das war jedenfalls früher verbreiteter Aberglaube. (WEHR, 41)

In Pforzheim sagte man: „wer auf einen baum sieht, auf dem eine weibsperson sitzt, wird blind”. (GRIMM, A. 621)