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-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
Wo ein Storch nistet, bedeutet dieses Glück, insbesondere in Hinblick auf Kindersegen.
Allgemein als Glücksbringer gelten das vierblättrige Kleeblatt, der Marienkäfer oder das Hufeisen.
Ein gefundenes Hufeisen muß man auf die Thürschwelle nageln, doch so, daß die Spitzen nach außen gekehrt sind, das bringt Glück. Nagelt man es verkehrt an, so bringt’s Unglück. (KUHN u. SCHWARTZ, 452)
Glückverheißend sollen weiße Flecken auf den Fingernägeln sein. (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 117, ebenso (aus Berlin) KUHN u. SCHWARTZ, 436)
Hat einer Unglück im Spiel, so muß er sich den Daumen halten lassen, so erhält er Glück, meinte man in der Mark. (KUHN u. SCHWARTZ, 463)
Wenn man einem Maikäfer den Kopf abbeißt, so ist einem das Glück hold. Auch eine Kröte im Keller bringt Glück. Wer eine Katze ersäuft, verliert sein Glück. (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 140)
Vom Glück soll begünstig werden, wer beim Bezug einer neuen Wohnung ein Stück Brot, etwas Salz und eine Silbermünze vor allem anderen Hausrat in die Wohnung hineinbringt. (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 152)
Hellbrennendes Feuer im Traume gesehen bedeutet Glück. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 474)
Es ist gut, wenn eine Jungfrau zuerst bei einem Knaben und ein junger Mann bei einem Mädchen Gevatter steht, das bringt Glück beim anderen Geschlecht. (aus Stendal, KUHN u. SCHWARTZ, C. 273)
Niest man nüchtern am Freitag, so deutet das auf Glück. (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 134)
Glück soll die morgendliche Begegnung mit einem hübschen Mädchen bringen, Unglück hingegen ein über den Weg laufender Hase. (aus Stendal, KUHN u. SCHWARTZ, C. 465 u. 466) In der Chemnitzer Rockenphilosophie heißt es zum Teil abweichend: wem frühmorgens zuerst eine jungfrau oder ein priester begegnet, bedeutets unglück, eine hure, glück. (GRIMM, A. 177) In Bielefeld sagte man: alte frauen frühmorgens zuerst begegnend bedeutet unglück, junge leute glück. (GRIMM, A, 791)
Kräht ein Huhn, so soll das für den Tag Unglück verheißen. Dreht man dem Tier aber sogleich den Hals um oder steckt es in die Tranktonne, so werde das Unglück abgewendet, meinte man in Swinemünde. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 446)
über kehricht zu gehen ist nicht gut, man hat kein glück. (GRIMM, A. 8)
Ein Aberglaube aus der Mark lautet: Von Maulwurfsfell Börsen tragen, bringt Glück. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 479)
Wenn man nach Untergang der Sonne Wasser aus dem Brunnen des Nachbars holt, so nimmt man ihm Glück und Segen weg. (aus Stendal, KUHN u. SCHWARTZ, C. 464)
Wird jemand begraben und der Wind geht mit dem Leichenzuge, so nimmt er Glück und Segen mit; weht er aber entgegen, so bleibt beides im Trauerhause, sagte man in Stendal. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 301)
Man sagte, wenn einer im Frühjahr zuerst junge Gänse sieht und dabei Geld in der Tasche hat, werde er das ganze Jahr Glück haben. (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 127)
Silvester soll man einen Besen vor die Tür legen. Glück hat, wer im neuen Jahr als erster darüber schreitet. Auch soll man Erbsensuppe oder Karpfen essen.