Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Allmende
 
 

Reise

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

„Das Leben ist wie ein Buch, und wer nicht reist, liest nur wenig davon.” (Russisches Sprichwort)

Ein slawischer Gott der guten Reise ist Bentis.

Als Begründer der wissenschaftlich fundierten Reiseschriftstellerei gilt Johann Georg Adam Forster (1754 bis 1794), der mit James Cook an dessen Weltreise teilnahm (Reise um die Welt) und mit Alexander von Humboldt die Niederlande, Frankreich und Großbritannien bereiste.

 

Aufbruch

Vor dem Aufbruch soll man den Tisch abräumen, sonst werde einem der Weg sauer, mahnt die Chemnitzer Rockenphilosophie. (GRIMM, A. 442)

Beim Ausgang soll man grundsätzlich zuerst den rechten Fuß über die Schwelle der Tür setzen. (aus Pforzheim, GRIMM, A. 591)

Eine Elster, die einem zu Beginn einer Reise quer über den Weg läuft, soll einen unglücklichen Verlauf der Fahrt anzeigen, weshalb zum Abbruch der Reise geraten wird (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 120). Auch die morgendlich erste Begenung eines Schweines soll Unglück bringen. (ebd., 121)
In der „Chemnitzer Rockenphilosophie” heißt es, ein über den Weg laufender Hase sei ein ungutes Vorzeichen. (n. GRIMM, A. 10), ebenso eine Alte (A. 58), ein Pfarrer oder eine Betschwester. In Bielefeld sagte man: „alte frauen frühmorgens zuerst begegnend bedeutet unglück, junge leute glück.” (GRIMM, A, 791)

Glückverheißend sei hingegen eine erste Begegnung mit Schafen, insbesondere dann, wenn es mehrere sind und sie zur Rechten gehen. (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 121)