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 Alchemie / Metalle
 
 

Eisen

- Artikel bis auf weiteres in Vorbereitung / Sammlung -

lat. ferrum, chem. Fe

In den Tiefen der Erde wissen besonders die Gnome um Eisenvorkommen.

Ein eisernes Zeitalter soll in der Folge der Weltalter den Tiefpunkt darstellen.

„Frau vom Eisenwald” oder „Frau Eisen” ist eine germanische Muttergöttin. Dieses Eisen mag auf die Isis deuten, deren ursprünglich ägyptischer Kult über die Griechen auch den germanischen Sueben bekannt war (TACITUS, Germania, 9).

Eisen steht für den den römischen Kriegsgott Mars und (wegen der rötlichen Färbung des Rostes, BIEDERMANN, 293) in der Alchemie für den „roten Planeten” Mars.

Als Baumaterial wird Eisen seit etwa 2500 Jahren verwendet. Als ältestes Beispiel gilt ein Eisenträger von fünf Metern Länge, der um 470 v. Chr. in Agrigentium auf Sizilien in einem griechischen Tempel verbaut wurde.

Ein eiserner Ring war Erkennungszeichen der auf der Insel Samothrake in die Mysterien von Kabiren und Großen Gottheiten Eingeweihten.

Eisen soll von Geistern und Dämonen nicht durchdrungen werden können.
Ein Aberglaube aus dem Saalfeldischen besagt: „frühjahrs, beim ersten austreiben des viehs, legen sie äxte, beile, sägen und ander eisengeräth vor die stallthür. es kann dann nicht bezaubert werden.” (Dt. Mythol. III., A. 516, S. 451)

Der Römer PLINIUS liefert eine Sammelanweisung für das zauberkräftige Eisenkraut. Dernach müsse man beim Aufgang des Hundssterns zunächst die Erde mit Wachs und Honig versöhnen, ehe in sonnen- und mondscheinloser Zeit mit Eisen ein Kreis um das Kraut gezogen wird, das man dann mit der linken Hand pflückt (n. ARENS 132).

 

Manchmal ist nicht ganz sicher zu bestimmen, ob ein Wort „Eisen” das Metall oder das gefrorene Wasser meint, wobei in beiden Fällen der gleiche Sinnzusammenhang gemeint sein kann. So leite sich die Wendung „jemanden loseisen” im Sinne von befreien zum einen von der Befreiung eines Schiffes aus dem Eis (so im 18. Jh. an Nord- u. Ostsee gebräuchl.), zum anderen von der Befreiung aus dem Tellereisen, einer Jadfalle ab (KRÜGER-LORENZEN). So oder so ist die Befreiung aus einer mißlichen Lage gemeint, sei es dauernder Frost oder die Plagen des Eisernen Zeitalters.

 

FRAZER vermutete, die abergläubische Abneigung gegen Eisen könne aus einer frühen Periode der Menschheit stammen, als diese das Eisen als etwas Neues entdeckt hatte und dem ungewohnten Material gegenüber vorsichtig und mißtrauisch war. (Der Goldene Zweig, 327)

„Am zweiten Juli pflegten manche Wenden einen Eichbaum mit einem in seinem Wipfel befestigten eisernen Hahn in der Mitte des Dorfes aufzustellen. Sie tanzten darum und trieben das Vieh um ihn herum, damit es gedeihe.” (FRAZER, 174)

Lykurgos, der sagenhafte Gesetzgeber Spartas, soll erstmals Geld aus Eisen machen lassen haben. Pythagoras werden dazu die Worte zugeschrieben: „Ehret Lykurg, denn er ächtete das Gold, die Ursache aller Verbrechen!”