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| Alchemie | |
Bei der Herstellung eines Steins der Weisen wird die Ausgangsmaterie (materia prima) zunächst verflüssigt oder gelöst, ehe sie im Bauch der Erde vergraben wird, dabei fault und schwarz wird, ehe sie nach dieser Schwärzung in der Stufe der Aufhellung weiß wird.
Dabei ging Geist verloren, den man durch Nährung mit philosophischer Milch zurückzugewinnen versucht.
Das Gelingen zeigt zunächst eine Färbung zum Gelben an (Citrinitas), bei Mißlingen stellen sich die vielen Farben des Pfauenschwanzes an (cauda pavonis). Im Erfolgsfall jedoch wird sich die Materie rot färben (rubedo), was einen Kampf des roten Drachen gegen sich selbst darstellt, der die Umwandlung in Blut bewirkt.
Hiermit ist die Reduktion vollendet und nurmehr die Coagulation trennt den Alchemisten vom Stein der Weisen. (nach BIEDERMANN, 406)