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- in Vorbereitung -
Wohl seit es sie gibt, werden Buchstaben von allerlei Mythen umwoben, womöglich entstanden sie auch zu übersinnlichen Zwecken und wurden erst später zu allgemeinem Gebrauche profanisiert. Im Mythos wird vielfach ein Gott erwähnt, der das Alphabet erfindet (Hermes) oder sich mit Mühen das Wissen um die Schriftzeichen erwirbt (Odin).
So ist nicht verwunderlich, daß die jüdische Kabbala jedem Buchstaben einen bestimmten Zahlwert zuordnet, was mit Hilfe der Zahlensymbolik vielschichtige Deutungen von Texten oder Namen erlaubt. Die Germanen versicherten sich des Rates von Runenorakeln. Hierbei wurden Runen in Holzstäbchen geritzt, geworfen und aus ihrer Anordnung die Deutung gelesen. Die Hölzchen schnitzte man aus dem Holz der Buche, woher die Buchstaben ihren Namen haben.
Als früheste Benutzer einer Schrift gelten die Sumerer, deren Keilschrift zunächst wohl zur Inventarisierung von Wirtschaftsgütern benutzt und dafür entwickelt wurde.
Die Babylonier hielten den Gott Nabu für den Erfinder der Schrift.
Nach griechischer Vorstellung wurde das Alphabet von Kadmos, dem Gründer Thebens, von Phönizien nach Griechenland gebracht. Als Übersetzerin des griechischen Alphabets in das Lateinische gilt die Seherin Carmenta.
Bei den Kelten Irlands galt Ogma als Erfinder der Oghma-Schrift.
Lesen und Schreiben wurden dem Menschen laut iranischer Mythologie von den Dämonen Daevas gelehrt. Dieses war der Preis dafür, daß der Held Tahmuras sie nach erfolgreichem Kampf am Leben beließ.
Als historischer Vorläufer sämtlicher westsemitischer Schriften, von denen wiederum griechische, indische und mongolische Buchstabenschriften hergeleitet seien, gilt die von den Phöniziern erfundene Schrift, die bereits aus dem 17. Jh. v. Chr. überliefert ist.
A und O, der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets, Alpha und Omega, symbolisieren im Neuen Testament Gott als Ersten und Letzten, Anfang und Ende (Offb. 1,8 und Offb. 1,17).
Übersicht: Griechische Schriftzeichen, Futhark und Deutsche Schreibschrift