(1823-1891) Hermann Karl FRISCHBIER, Sohn eines Maurers, war Pädagoge und Volkskundler. In Königsberg war er Rektor der Altstädtischen Mädchenschule, 1882-84 gab er ein Preußisches Wörterbuch in zwei Bänden heraus. Dabei waren ihm seine durch das Elternhaus mitgeteilten Kenntnisse von Mundart und Sitte der kleinen Leute hilfreich, ebenso viele seiner Kollegen, die ihm ihr Sammelgut zustellten.
Diese Arbeit ist eng verbunden mit der Sammlung von Beschwörungs- und Besegnungsformeln, der sich FRISCHBIER angeregt von der Aufforderung Jacob GRIMMs annahm, es mögen doch die bei den Hexenprozessen genannten oder im Volke umlaufenden Sprüche des Zauberns und Segnens überliefert und gesichert werden (1844 in der Deutschen Mythologie).
1870 veröffentlichte Hermann FRISCHBIER den Band Hexenspruch und Zauberbann. Ein Beitrag zur Geschichte des Aberglaubens in der Provinz Preußen, erschienen im Verlag Adolph Enslin zu Berlin.
Im Schwarzen Netz ist nach dem im Reprint-Verlag-Leipzig in der 9. Auflage gedruckten Reprint der Originalausgabe zitiert (> Info bei Amazon).