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| Wesen - Dämonen | |
Die Lehre von den Dämonen. Die Dämonologie versucht diese Wesen zu beschreiben und in eine höllische Hierarchie zu klassifizieren.
Bereits die babylonische Priesterschaft der Chaldäer entwickelt ein ausgeklügeltes System zahlloser Dämonen, von denen jeder sein eng umrissenes Tätigkeitsfeld hatte, von Unwettern bis hin zu menschlichen Gebresten.
Beeinflußt von ihnen und/oder den ägyptischen Vorstellungen von Welt und Wirken der Dämonen arbeitete jüdische Gelehrsamkeit die Dämonologie weiter aus und trug die Tradition ins christliche Abendland, wo der Dämonenglaube anhielt und noch weit über das Mittelalter hinaus Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung war.
Augustinus formulierte die Zeichen-Pakt-Theorie, dernach es zwischen Dämon und Magier einen gemeinsamen Vorrat an Kommunikationsmitteln (den Zeichen) geben müsse und einen Pakt, welcher den Bedeutungsinhalt der Zeichen festlege. (DAXELMÜLLER, 85)
Um 1230 verfaßte Bischof Wilhelm von Paris seine Schrift De universo, in welcher er eine ausgebildete Lehre von den Dämionen entfaltete. (BIEDERMANN, 460)
Peter Binsfeld entwickelte 1589 ein System der höllischen Herrschaft. Sie sieht sieben Dämonfürsten vor. Luzifer fördert die Hoffart, Mammon den Geiz, Asmodi die Unkeuschheit, Satan den Zorn, Beelzebub die Unmäßigkeit Leviathan den Neid und Belphegor die Trägheit. Binsfeld sieht die höchsten Dämonen als Patrone der sieben Todsünden.
Bekannte Dämonenforscher neben Peter Binsfeld waren Jean Bodin (Frankreich, 1529 bis 1596), Jakob I. (König von England, 1566 bis 1625).