| < zurück | |
| Das Haus | |
Der Bezug einer neuen Wohnung ist als besonderer Lebensabschnitt in Volks- und Aberglauben mit besonderen Sitten verbunden.
Allgemein wird empfohlen, bei zunehmendem Mond einzuziehen, wechselt man seine Wohnung bei abnehmendem Mond, so soll das Unglück ins neue Heim bringen.
man muß auf keinem montag in den dienst treten, in ein haus ziehen oder sonst was beginnen, solches wird sonst nicht wochenalt (GRIMM, A. 1140). Diese Mahnung ist auch aus Stendal überliefert. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 420)
Salz und Brot in das neue Haus zu bringen soll seine Bewohner vor Mangel an diesen Lebensmitteln bewahren.
Das mitgebrachte Salz soll auch Hexen und Dämonen bannen.
Auch eine Silbermünze sollte vor allem anderen Hausrat in die Wohnung gebracht werden. (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 152)
Dämonen sollen weniger leicht in ein neues Heim dringen können, wenn beim Bezug ein Eimer Wasser mit hineingebracht wird.
Was einem in einem Hause träumt, in dem man zum erstenmale schläft, das trifft ein. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 351)
Im Erzgebirge um Chemnitz hieß es: wer in eine neue wohnung einzieht, werfe zuvor etwas lebendiges, katze oder hund, hinein. denn wer das haus zuerst betritt, stirbt zuerst. (GRIMM, A. 499)