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| Allmende | |
(Eremit) Die Suche nach innerer Fülle durch Entsagung menschlicher Gesellschaft ließ viele Menschen in entlegene Gegenden ziehen, um als Einsiedler oder Klausner zu leben. Als alter Mann oder alte Frau gedacht verkörpert er äußere Ruhe, Rückzug und Abgeschiedenheit.
In dieser Vereinzelung, ohne Ablenkung durch weltliches Treiben, sucht der Eremit nach Verschmelzung mit der Gesamtheit des Göttlichen. Hierbei bedient er sich der Askese, der Meditation oder des Gebets.
Ergebnis der Suche des Eremiten ist das Erkennen tiefster Abgründe und letzter Wahrheiten, den Urgrund.
Schon lange vor den christlichen Asketen, die in der Einsamkeit ihre Erfüllung suchten, gab es in Ägypten etliche Menschen, die teils hohe Positionen am Hof des Pharao verließen, um in der Wüste ihr Leben zu vollenden. Diese Tradition mögen die christlichen Eremiten verfolgt haben.
Bekannte Menschen, die in die Wüste, auf einen Berg oder in den Wald zogen, um dort als Eremit Erkenntnis zu suchen sind beispielsweise der christliche Jesus, der 40 Tage allein in der Wüste fastete und in seiner Tradition zahllose Heilige (berühmte Wüstenheilige sind Paulus, Antonius, Onuphrius, Pachonius, Hilarion, Makarios der Ägypter), auch der keltische Merlin.
Eine Form des Daseins als Eremit ist das Leben als Inkluse (oder Rekluse). Diese ließen sich in Höhlen oder Zellen einmauern.
Im Tarot ist einer der Trümpfe Der Eremit.