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| Familie und Sippe | |
Die durch Ritual und/oder formellen Vertrag geschlossene Verbindung zwischen Mann und Frau (in einigen westlichen Ländern auch zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern).
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
In Athen galt Kekops als Stifter der Ehe.
HESIOD empfahl dem Manne, ein Weib ins Haus zu holen, wenn er nicht mehr viel unter dreißig Jahren oder noch nicht weit darüber ist. Die Frau sei vier Jahre schon mannbar und heirate im fünften. (Theogonie, 694-698) Der Ehe gegenüber vorsichtig eingestellt empfahl er dem Mann, sich nur gut nach der richtigen Frau umzusehen. Denn ein Mann gewinnt ja nichts Besseres als eine gute Gattin, nichts Schauerliches aber als ein schlechte, eine freßgierige. Die versengt ihren Mann, und sei er noch so kräftig, ohne Fackel und läßt ihn vorzeitig altern. (Theogonie, 700-704)
Bei den Römern war die Familie ein malina genanntes Rechtsinstitut, das sich weniger um Natur und Eros, vielmehr um die Erfüllung des Ehevertrages kümmerte (DÖBLER, 82).
Das römische Wort für Ehe war der lateinische Begriff Matrimonium, der Schutz der Mutter bedeutet.
Traditioneller Schutzstein der Ehe ist der Beryll, der die Liebe jung erhalten und versöhnlich stimmen soll und im Mittelalter Symbol der Keuschheit gewesen sein soll (STEPHAN u. ASCHBERG, 108). Als Stein der Treue und der glücklichen Ehe gilt auch der Aquamarin (ebd., 104).
Die Kirche sieht die Ehe als eines der sieben Sakramente.
ELIPHAS LÉVI schreibt: die Ehe ist durch den Engel Anael geweiht, den reinigenden Genius der Venus (Transzendentale Magie, 364).
läuft der frau ein hund durch die beine, schlägt sie der mann. (GRIMM, A. 206)
Eines der biblischen Zehn Gebote verbietet den Ehebruch: Du sollst nicht ehebrechen (2. Mose 20,14). Jesus führte dazu aus, es sei bereits die Ehe (durch den Mann und im Herzen) gebrochen worden, wenn der eine andere Frau nur begehrlich ansieht (Mt. 5,28).
Die Ehelosigkeit empfiehlt sich für Jesus nur denen, denen es gegeben ist (Mt 19,11). Paulus hielt Ehelosigkeit des Mannes für besonders erstrebenswert (1. Korinther 7,1).
Origenes, ein Kirchenlehrer des 2./3. Jh., der später als Häretiker verurteilt wurde, erklärte: Der Ehestand ist unrein und unheilig, ein Mittel der sexuellen Leidenschaft. (WALKER, 186)
Eine Ehe, in der auf den Vollzug des ehelichen Verkehrs verzichtet wird (Joseph und Maria, die Mutter Jesu, sollen eine solche Ehe geführt haben). Symbol derartiger Keuschheit ist die Lilie.
Christlicher Schutzpatron gegen eheliche Unfruchtbarkeit ist der hl. Franz von Paola.
Bigamisten wurden von Papst Urban VIII. (1623 bis 1644) zu lebenslangem Galeerendienst verurteilt. (de ROSA, 285)
Das Zusammenleben unverheirateter Paare wird als wilde Ehe bezeichnet.
Einer Meldung der Associated Press zufolge hob der VS-Bundesstaat Dakota im Frühjahr 2007 nach mehr als zweihundertjährigem Verbot ein Gesetz auf, das derlei Lebensgemeinschaften für unzulässig erklärt hatte. Ein Zusammenleben ohne Trauschein werde somit nicht mehr als Verbrechenb angesehen. Noch sechs weitere Bundesstaaten der Vereinigten Staaten hätten laut der Meldung derartige Verbotsregelungen. (Elmshorner Nachrichten v. 3. März 2007, S. 32)
> siehe auch Hochzeit, Ehescheidung