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   Familie und Sippe
 

Stiefmutter

Die Lebensgefährtin des Vaters nach Scheidung oder Tod der leiblichen Mutter. Ihr sprichwörtlicher (und in aller Regel wohl unverdienter) Ruf ist dem der Schwiegermutter vergleichbar.

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Im Märchen ist reichlich von Helden erzählt, denen eine böse Stiefmutter das Leben zu verdrießen sucht: „Stiefmutter, Teufels Unterfutter” sagt ein altes Sprichwort (Kinder- und Hausmärchen Anm. 47).

Einige Beispiele:

Aschenputtel
Als der Vater des Aschenputtels sich nach dem Tod der Mutter erneut verheiratet, bringt die Stiefmutter ihre garstigen Töchter mit ins Haus. Aschenputtel muß fortan Drecksarbeit verrichten. (Kinder- und Hausmärchen Nr. 21)

Von dem Machandelbaum
Das Kind wird nach dem Tod der Mutter von seiner Stiefmutter geschlachtet und dem eigenem Vater zur Speise gereicht. Die unter einem Machandel begrabenen Gebeine werden aber später zu neuem Leben erweckt und die Stiefmutter wird vom Mühlstein erschlagen. (Kinder- und Hausmärchen Nr. 47)

Sneewittchen
Neidisch auf die Schönheit Sneewittchens trachtet ihr die Stiefmutter, eine Zauberin, nach dem Leben. (Kinder- und Hausmärchen Nr. 53)