| Festtage | ||
Dieses Fest wird am 1. November begangen.
Allerheiligen und Allerseelen sind katholische Gedächtnistage für alle Heiligen und Verstorbenen.
Allerheiligen ist ursprünglich ein Fest der Märtyrer. Anfang des siebten Jahrhunderts weihte Papst Bonifatius IV. (608 bis 615) das Pantheon zu Rom, das der römische Kaiser Phokas der Kirche geschenkt hatte, der Jungfrau Maria und allen Märtyrern. Papst Gregor IV. legte zur Erinnerung an diese Weihe im Jahre 835 das Fest Allerheiligen auf den 1. November eines jeden Jahres.
Im Volksglauben ist das Fest wohl älter. Die Kelten feierten um diese Zeit das Seelenfest Samhain, die Römer die Lemurenfeste zu Ehren der Lemuren, den Seelen der Verstorbenen.
Nach christlichem Volksglauben können die Seelen zu dieser Zeit kurzzeitig ihren höllischen Aufenthaltsort verlassen. Sie steigen zur Erde, hören um Mitternacht vom toten Pfarrer die Messe und wandeln durch Feld und Flur zu ihren einstigen Wohnungen, wo man ihnen Speisen zur Labung hinstellte. Der Glockenklang am Morgen des Allerseelentages kündet von ihrem erneuten Abstieg.