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Muttertag

Ein jeweils am zweiten Sonntag im Mai begangenes Fest jüngerer Tradition.

Als Vorläufer gilt der durch König Heinrich III. (1216 bis 1272) in Enland eingeführte „Mothering Day”, mit dem allerdings nicht die menschlichen Mütter, sondern die Mutter Kirche geehrt werden sollte. Das Volk widmete das Fest jedoch um und ehrte an diesem Tag ihre Mütter und Großmütter.

1872 schlug die US-Amerikanerin Julia W. Howe vor, einen Feiertag zu Ehren der amerikanischen Mütter einzuführen. Howe scheiterte mit ihrem Begehren, doch fand der Muttertag in Anna Maria Jarvis eine zielstrebige Vorkämpferin. Diese erklärte 1907 den zweiten Sonntag im Mai, es war der zweite Todestag ihrer eigenen Mutter, zum Muttertag und entfachte eine Werbekampagne für ihr Ziel, bis schließlich 1914 der Präsident W. Wilson den Muttertag als offiziellen Feiertag der USA einführte.

In Deutschland wurde der Muttertag 1923 erstmals gefeiert, 1933 wurde er im nationalsozialistischen Deutschland zum staatlichen Feiertag erklärt.

Üblich sind zum Muttertag kleine Aufmerksamkeiten an die Mutter und insbesondere Blumengrüße. Der Muttertag gilt darum als Höhepunkt im Wirtschaftsjahr der floristischen Industrie, dem nur der Valentinstag nahekommt.