Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Feste - Ostern
 
 

Ostersonntag

Der Termin des Osterfests war im zweiten bis vierten Jahrhundert Gegenstand einer Osterfeststreit genannten Auseinandersetzung zwischen kleinasiatischen Christengemeinden und der römischen Gemeinde. Die Kleinasiaten feierten den Todestag Christi zum Zeitpunkt des jüdischen Pessach (14. Nisan), die Römer stellten Jesu Auferstehung in den Vordergrund, welche sie am jeweils ersten Sonntag nach dem 14. Nisan feierten. Der Osterfeststreit wurde beim Konzil von Nicäa 325 beendet, welches den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond als Termin bestimmte. Sofern dieser Vollmond auf einen Sonntag fällt, wird am folgenden Sonntag gefeiert. Auf diese Weise wird ein Zusammenfallen des Osterfests mit dem jüdischen Pessach vermieden.

In Osterode am Harz hieß es: „wasser, am ersten ostermorgen vor sonnenaufgang, stromabwärts und stillschweigend geschöpft, verdirbt nicht und ist für alles gut.” (GRIMM, A. 775)
Dort empfahl man für diesen Zeitpunkt auch ein Bad, weil es gegen Grind und andere Gebrechen helfe. (ebd., A. 776)

Andernorts riet man: „wer sich am ersten ostertag in kaltem wasser badet, der bleibt das ganze jahr gesund.” (GRIMM, A. 1014)