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| Feste | |
Der Gründonnerstag isrt der fünfte Tag der Karwoche und der Tag vor dem Karfreitag, an welchem nach christlicher Überlieferung Jesus Christus gekreuzigt wurde.
Gottesdienste am Gründonnerstag gedenken der Einsetzung des Abendmahls (Eucharistie), das Jesus am Vorabend seines Todes im Kreise seiner Jünger eingenommen hatte. Symbol der dienenden Liebe, die Jesus ihnen auftrug, wurde die Fußwaschung. Dieser Tag gilt als Tag der Stiftung des apostolischen Priestertums. Am Gründonnerstag wurden früher reuige Sünder wieder in die Kirche aufgenommen.
Das Fest hat seinen Namen nicht nach der Farbe Grün, sondern nach dem alten Wort greinen, es hieß also eigentlich Greindonnerstag. Greinen bedeutet so viel wie jammern oder klagen und bezieht sich auf die alte Sitte, an diesem Tag fällige Pachtzinsen und Abgaben einzutreiben, was gewiss Grund für allerlei Klage war.
Ein am Gründonnerstag gelegtes Hühnerei soll als Amtlaßei Glück und Fruchtbarkeit bescheren.
In der Chemnitzer Rockenphilosophie heißt es: wer gründonnerstags fastet, bleibt das jahr frei von fieber, und hat ers, so vergehts. (GRIMM, A. 84) Es heißt dort aber auch: gründonnerstags bretzeln gegessen ist gegen das fieber gut. (A. 44)
Ungesalzene Gründonnerstagsbutter soll hervorragendes Mittel zur Heilung aller Wunden sein (Sechstes und siebentes Buch Mosis, 134).
Der Gründonnerstag soll für die Aussaat von Flachs, Gerste (Das sechste und siebente Buch Mosis, 137) und Kartoffeln (WEHR, 141) günstig sein.