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 Festtage
 
 

Neujahr

Der erste Tag des Jahres, seit man dieses mit dem Januar beginnen läßt.

Wer in der Neujahr Hering ißt, den sollen das ganze Jahr über von Wohlstand und Glück begleiten. (WEHR, 112)

In Stendal und Rauen bei Fürstenwalde empfahl man: „Neujahrstag muß man Hirse essen oder Häring, so hat man das ganze Jahr über Geld. Andere essen auch neunerlei (oder siebenerlei) Gerichte, wobei aber Mohnstriezeln sein müssen.” (KUHN u. SCHWARTZ, C. 145)

traum in der neujahrsnacht tritt ein.” (Aberglaube aus dem Erzgebirge um Chemnitz, n. GRIMM, A. 528)

Von ein Methode, wie in der Neujahrsnacht ein Hecketaler zu gewinnen ist erzählt eine Sage aus Swinemünde.
Dort hatte sich ein Mann in der Neujahrsnacht an die Kirchentür begeben, mit sich führte er in einem Sack einen schwarzen Kater. Mit dem Sack auf dem Rücken umschritt er rückwärts gehend die Kirche und klopfte dann dreimal an die Kirchentür. Ein Mann trat hinaus und begehrte den Kater zu kaufen. Acht Groschen wollte er geben, der andere verlangte aber einen ganzen Taler und umschritt ein weiteres Mal in genannter Weise die Kirche, klopfte erneut dreimal und das Gespräch wiederholte sich. Nach einem dritten Umgang willigte der Mann in der Kirche schließlich ein und kaufte den Kater für einen ganzen Taler. Der Verkäufer hatte nun ein Geldstück erworben, welches immer zu ihm zurückkehrte, sooft er es auch ausgab. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 24)

Vorsicht beim Kirchgang! Denn im Magisch-sympathetischen Hausschatz heißt es: „Wer [Neujahrstag] als letzter in die Kirche kommt, stirbt als erster im neuen Jahr.” (In: Das sechste und siebente Buch Mosis, 141)

Empfehlenswert sei Neujajhr Sparsamkeit: „Gibt man an diesem Tag nichts aus, so verbraucht man das ganze Jahr wenig.” (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 136)

Am ersten Weihnachtstag oder Neujahr fütterte man im Samland all sein Vieh frühmorgens mit ungedroschenem Getreide oder Körnern aller Art. Das sollte die Fruchtbarkeit des Viehs fördern. (FRISCHBIER 130)

Ob der Wein gelingt erkenne man, wenn man in der Neujahrsnacht zwischen XI und XII ein Glas Wein irgendwohin stellt. Läuft es über, gelingt der Wein. (aus Pforzheim, GRIMM, A. 590)

Siehe auch 1. Januar.