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   Feste - Weihnachten
 

Weihnachtsbaum

Der heute in Deutschland so beliebte Weihnachtsbaum ist ein recht junger Brauch des christlichen Festes, den es seit Beginn des 18. Jahrhunderts gibt.

Den Ursprung des Brauches sucht man in heidnischer Zeit. Damals war es üblich, zu Beginn des Winters einen Obstbaumzweig ins Haus zu holen, der zur Zeit der längsten Nächte mit der Blüte begann. Dieser Wintermaien genannte Zweig sollte Dämonen vertreiben, das Frühjahr herbeirufen und die Fruchtbarkeit befördern. Statt der Obstbaumzweige nahm man später auch Gezweig immergrüner Bäume, aus Straßburg ist aus dem Jahr 1605 überliefert, daß ganze immergrüne Bäume in die Wohnstube geholt wurden. Diese trugen bereits Schmuck, Kerzen waren jedoch noch nicht üblich.

Der Kirche mißfiel dieses vorchristliche Brauchtum. Da aber eine Bekämpfung nicht gelingen wollte, vereinahmte die Kirche den Brauch und deutete ihn im christlichen Sinne um und zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte ein Weihnachtsbaum zum gutbürgerlichen, gepflegten Weihnachtsfest, während sich die ärmeren Schichten mit einem einfachen Kranz begnügten.