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 Witterung
 
 

Frost und Eis

Kühlt die Temperatur auf 0° Celsius ab, so gefriert das Wasser. In der Luft bilden sich dann Eiskristalle, Gewässer bedeckt eine Eisschicht und auch im Boden gefriert das Wasser zu Eis. Beim Gefrieren dehnt sich das Wasser etwas aus. Daher sprengt in Erdkrumen oder Gesteinsritzen gefrierendes Wasser seine Umgebung regelrecht auseinander, Frostsprengung hat einen wesentlichen Anteil der Erosion.

Gefriert das Wasser in großen Höhen, so kristallisiert es zu Eis und fällt, je nach Temeratur der zu passierenden Luftschichten, als Schnee, Graupel oder Hagel zur Erde hinab. In Bodennähe gefrierende Wassertröpfchen schlagen sich als Reif nieder. Besonders an schlecht isolierten Fenstern bilden sich dann oft wunderschöne Eisblumen.

Anhaltende Kälte kann lebensbedrohend sein. Vielfach sah man, besonders bei den nordischen Völkern, den Frost als Riesen personifiziert. Die Nordgermanen kannten ein ganzes Geschlecht solcher „Reifriesen”, die Hrimthursar, Erscheinungsformen des Frostes wurden in Riesen personifiziert (Jökull, „Gletscher”, Snaer, „Schnee”, u. a.).

Kälte

Die Vorstellung der Kälte als einer Welt für sich kennt auch die neue Forschung. Technische Versuche, den absoluten Nullpunkt (0°K, -273,16°C) zu erreichen, erfreuen sich einigen Medieninteresses. In solcher Eiseskälte verliert die Stofflichkeit ihre dem Menschen gewohnte Struktur und es wird sogar für möglich gehalten, daß sich jenseits des Nullpunktes eine der unseren völlig verschiedene Welt auftut (C. CALVET, 2002, Null Kelvin).

 

Einige Bauernregeln zu Kälte, Frost und Eis

Frost, besonders Früh- oder Spätfrost, ist besonders gefürchtet, da durch ihn Saat und Ernte geschädigt werden können, auch das Vieh will vor Erfrieren bewahrt sein. Andererseits hilft der Frost, indem er gepflügte Äcker zu lockerer Erde sprengt und weil bei eisigen Temperaturen viele Raupen, Engerlinge usw. zu Grunde gehen, die im übermaß später der Ackerfrucht schaden könnten.

Es ist für den Bauern darum sehr nützlich zu wissen, ob und wann mit Frost zu rechnen ist.

Donner im Winter,
steckt Kälte dahinter.”

„Wenn Frost und Schnee im Oktober war,
so folgt ein gelinder Januar.”

„Wenn der November regnet und frostet,
dies´ der Saat ihr Leben kostet.”

„Im Dezember sollen Eisblumen blüh’n,
Weihnachten sei nur auf dem Tische grün.”

„Fehlen dem Januar Schnee und Frost,
gibt der März nur wenig Trost.”

„Kommt der Frost im Januar nicht,
zeigt im Lenz er sein Gesicht.”

Februar mit Frost und Wind
macht die Ostertage lind.”

„So viel Tau im März,
so viel Frost im Mai.”

Frost an Sankt Vital - (28. April)
Frost noch fünfzehnmal.”

Erst nach den Eisheiligen (vom 11. bis zum 15. Mai) braucht nicht mehr mit Spätfrösten gerechnet zu werden.

Abendrot bei West,
bringt dem Frost den Rest.”