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-- Artikel in Vorber. --
Der Beginn des irdischen Lebens, das mit dem Tod endet.
Niemand kann sich an seine eigene Geburt erinnern. Es ist daher eine ungelöste Frage, ob die erste Lautäußerung eines Kindes einen Schrei darstellt, hervorgerufen durch bei der Geburt erlebte Schmerzen und der plötzlichen kalten Umgebung, oder ob es vielmehr ein Jauchzer in Vorfreude auf das Erdendasein ist. Jauchzer klingt erfreulicher und der schönen Erde - trotz allem - angemessener.
Geburt meint der gesamte Vorgang vom Auspressen des Kindes durch den mütterlichen Geburtskanal bis zum ersten Atemzug, was ab dem Austritt gute zwei Minuten in Anspruch nehmen kann und nicht weiter schadet, da das Kind noch über die Nabelschnur mit der Mutter verbunden ist. Die Nabelschnur pulsiert im Anschluß an die Geburt noch einige Minuten, was dann abebbt, worauf bei der sanften Geburt geduldig gewartet wird (während im harten Klinik-Alltag die Trennung auch sofort vorgenommen wird, die Nabelschnur gilt für schmerzunempfindlich).
Die genaue Kenntnis der Herkunft ist den allermeisten Menschen wichtig, gelegentlich wird ein regelrechter Ahnenkult (Manismus) betrieben, leiten sich doch Helden- und Herrscherstammbäume meistens von Gottheiten her (vgl. die zahllosen Stammbäume in Mythen, Sagen und heiligen Schriften, z.B. der Bibel).
In der Astrologie ist die exakte Kenntnis von Ort und Zeitpunkt der Geburt notwendig, um ein genaues Geburtshoroskop erstellen zu können.
-- in Vorber. --
Die Mythen erzählen von teilweise absonderlichen Arten der Geburt. So entstand der Orion der Griechen dergestalt, daß Zeus, Poseidon und Apollo in eine Stierhaut urinierten und die in der Erde (Demeter) vergruben. Nach neun Monaten konnte Hyrieus, dem dieses geschenkt war, den Orion ausgraben.
Die Athene gebar Zeus aus seiner Stirn. Dabei äußerte sich die Wehen bei ihm in Form rasender Kopfschmerzen, von denen ihn der Schmiedegott Hephaistos erlöste, indem er Zeus beherzt auf des Haupt drosch.
In der nordischen Mythologie entstand Buri, der Vater Odins, indem ihn die Urkuh Audhumbla aus dem Eise leckte.
Der Urriese Aurgelmir (Ymir) rieb seine Füße aneinander und zeugte so den Thrugdelmir.
Dem Aberglauben nach soll zur leichteren Entbindung das Nothemd hilfreich sein. GRIMM, Nr. 254)
Christliche Patrone rund um die Geburt
Für eine gute Geburt werden Antonius, Erasmus, Ignatius, Leonhard, Margareta, Norbert oder Virgilius angerufen, Schutzpatroninen bei Entbindungen sind Juliana von Nikomedien und Rosa von Lima, es sind noch etliche mehr.
Gegen Früh- und Fehlgeboten wird Katharina von Schweden angerufen.
Siehe auch Gottheiten der Geburt.
-- in Vorber. --
Statt des Geburtstages gedenkt man bei christlichen Heiligen in der Regel ihres Todestages. Zum einen ist der genaue Tag der Geburt oft gar nicht bekannt, zum anderen bedeutet bei angehenden Heiligen der Tag des Todes, der in diesen Fällen ja eine Erhöhung noch näher zu Gott bedeutet, das gewichtigere Ereignis.
Am Geburtstag der Göttin Athene begannen in Athen die Panathenischen Spiele.
Das Christentum feiert zu Weihnachten die Geburt Jesu.