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| Mensch und Körper | |
-- in Vorbereitung / Sammlung --
Der Drang nach Paarung.
Während die meisten Tiere der Liebeslust nur zu bestimmten Zeiten frönen, in denen sie brünstig sind, gilt der Mensch grundsätzlich immer für paarungsbereit.
In der griechisch-römischen Welt verkörperte besonders der aus Kleinasien stammende Gott Priapos die Lust, ihm darin ähnlich sind die Faunen, Silenen und der Pan.
Asketisch und keusch lebenden Mönchen und Büßern galt die Selbstgeißelung als hervorragendes Mittel zur Dämpfung fleischlicher Lust (CORVIN, Die Geißler, 70).
Gegen übersteigertes Lustgefühl wird nach Agrippa von Nettesheim der Edelstein Smaragd empfohlen (Kap. XVIII; Neudruck: p. 114, n. SCHRÖDTER, 41).
Jungen Leuten empfahl man zur Zerstreuung wollüstiger Gedanken die Engelwurz. (PICKERING, 82).
Gilt es dagegen, der Liebe Brunst zu wecken, so greift mancher auf Liebeszauber zurück.
Sowohl Liebestrank als auch Liebeszauber empfiehlt diese Überlieferung aus dem Samland: Hirschbrunst oder Hirschtrüffel in Bier eingegeben wirkt Wollust erweckend und führt den Begehrten herbei. (FRISCHBIER, 160)