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| Künste, Gewerke und Gerät - Kleidung | |
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
Einer der berühmtesten Schuhmachermeister ist Hans Sachs.
Als Moses am Berg Horeb zum brennenden Dornenbusch gelangte, hatte er seine Schuhe auszuziehen, da er heilige Erde betrat. (2. Mose 3,1-5).
Der Aberglauben kennt eine ganze Reihe von Ratschlägen und Ermahnungen zum Thema Schuhe:
geht eine kindbetterin ohne neue schuhe, so muß das kind, wann es laufen lernt, gefährlich fallen. (GRIMM, A. ?)
In Halberstadt hieß es: Wenn man einem Kinde die ersten Schuhe kauft, so darf man nichts abhandeln. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 440)
In der Chemnitzer Rockenphilosophie heißt es: werden dem kind unter einem jahr rothe schuh angezogen, so kann es kein blut sehen. (GRIMM, A. 40)
Ebendort heißt es auch: ein weib, die den schnupfen hat, soll in des mannes schuhe riechen. (GRIMM, A. 361)
Und weiter: niesen beim schuhanziehen bedeutet unglück. (GRIMM, A. 161)
Und noch: wenn man die schuhe verkehrt zu haupten des bettes steckt, drückt der alp nicht des nachts. (GRIMM, A. 457)
Einen Schuh zu verlieren gilt als Vorzeichen baldigen Unglücks.
Man vertreibt Ratten und Mäuse, indem man an einem hohen Festtage vor Sonnenaufgang einen alten ungeputzten Schuh schweigend auf einen Kreuzweg trägt und die Schuhspitze nach der Gegend richtet, wohin die Ratten und Mäuse auswandern sollen. Magisch-sympathetischer Hausschatz, 85
Bei Nordhausen steht die auch Merichenslinde genannte Mervigslinde, die einst ein König Mervig gepflanzt haben soll. Dieser König (oder auch Herzog) soll eigentlich Schuhmacher gewesen sein und Schuhmacher hätten daher in Nordhausen einige Vorrechte genossen, beispielsweise war ihnen das Tragen von Säbeln gestattet. Alljährlich seien die Schumacher zum Baum gezogen und hätten darum einen Umzug gehalten. Um den Baum steht ein Hain, der seine Entstehung der Vorschrift verdanken soll, daß jeder neue Bürger zur Pflanzung eines Baumes verpflichtet war. (n. KUHN u. SCHWARTZ, S. 252)
In den Zwölften darf man keine Stiefel schmieren, warnt man in Thomsdorf in der Ukermark. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 160)
In Pforzheim riet man: hat man nachts furcht vor einer hexe, kehre man nur den linken schuh um. (GRIMM, 642)
Wem bei einer Feuersbrunst die Schuhe zu brennen beginnen, der soll einem Aberglauben zufolge der Brandstifter sein. (GRIMM, A. 837)
zerreißt ein weib die hochzeitsschuh, so wird sie vom mann geschlagen. (GRIMM, A. 795)
Geht jemand mit nur einem Schuh, den anderen Fuß bloß, die Straße entlang, so soll alles den Weg daherkommende Vieh erkranken, fürchtete man in Bielefeld. (GRIMM, A. 788)
Man soll seine Hände nicht betrachten, denn dann gäbe es Streit. Zur Abwendung desselben bespucke man seine Schuhe. (aus Norddt.)
Als Dreifuß bezeichnet man den dreiarmigen Leisten des Schuhmachers.