| < zurück | |
| Menschliche Wohnung | |
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
In vielen Sagen ist davon die Rede, daß ein Gebäude oder gar eine ganze Ortschaft versunken ist. In aller Regel war dies die Strafe für einen von ihren Bewohnern begangenen Frevel.
Die wohl berühmteste aller versunkenen Städte ist Atlantis, in Norddeutschland nennt man Rungholt.
Beispielsweise soll auch der pommersche Ort Wollin ehedem Jollin geheißen haben und sehr viel größer als heute gewesen sein. Der Grund für das Versinken Jollins ist leider nicht überliefert. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 11)
Aus dieser Gegend stammt auch die Überlieferung von Vineta, einer sagenhaft reichen Stadt, welche in der Ostsee versunken sei.
Auch von einigen der vielen Seen der Uckermark heißt es, in ihnen seien einst Städte versunken, etwa im großen Plagesee oder im Werbellin. Im großen Paarstein soll eine Stadt untergegangen sein, welche Fineten oder Veneden geheißen habe (KUHN u. SCHWARTZ, S. 41), was dem Namen nach sehr an Vineta erinnert.
Bei Parchim in Mecklenburg soll in einem See die Stadt Ninove versunken sein.
In einem Rotes Moor genannten Sumpf auf der Rhön soll vorzeiten das Dorf Poppenrode versunken sein. Nachts sieht man über dem Moor Lichter schweben, das sind die Moorjungfern. Nahe davon liegt das schwarze Moor, in dem ein anderes Dorf versunken sein soll, von dem noch etwas Pflaster übrig ist, das man die steinerne Brücke nennt. (GRIMM, Nr. 113)