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| Künste, Gewerke und Gerät | |
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
Einen Besen sollen Hexen verwenden, um auf ihm durch die Luft zu reiten. Man bezeichnet Hexen daher auch als Besenreiterinnen.
Bischof Wilhelm von Paris (1. Hlft. 13. Jh.) äußerte zu der damals schon geläufigen Vorstellung von auf Besen und Stöcken luftreitenden Hexen, solche Nachtfahrten würden nicht von Menschen unternommen, sondern es seien Dämonen, welche den Menschen solches Schauspiel vorgaukelten. (BIEDERMANN, 460)
Neue Besen kehren gut, doch der alte kennt die Ecken. (chin. Spruchweisheit)
In die Ecke, Besen, Besen, rief der alte Zaubermeister und gebot damit dem vom Zauberlehrling zum Wasserschleppen bezauberten Besen Einhalt. (J. W. GOETHE)
Eine Hexe soll einmal mit einem Besen die Milch aus der Kuh des Nachbarn abgemolken haben, indem sie den Besen in Richtung von dessen Gehöft in die Wand schlug und der wie ein natürliches Euter Milch gab (Milch abmelken, n. KUHN u. SCHWARTZ, A.31).
Zwei gekreuzte Strauchbesen hing man Litauen an die Stalltür eines Feindes, um dessen Kühe und deren Milch zu verhexen. (FRISCHBIER).
Einen Besen — so rät der Magisch-sympathetische Hausschatz — soll man bei Frostbeulen nächtens von anderen unbeobachtet auf dem Herd verbrennen und das betroffende Glied über das Feuer halten, auf daß es gesunde (BAUER, 41).
Will man Wind machen, so muß man einen alten Besen verbrennen. (aus der Mark, n. KUHN u. SCHWARTZ, C. 401)
Aus Hamburg auch der Rat: Wenn man lange conträren Wind gehabt hat und es begegnet einem ein Schiff, so muß man einen alten Besen vor dasselbe hinwerfen; dann springt der Wind um, man bekommt den guten, das andere Schiff aber schlechten Wind. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 403)
Silvester soll man einen Besen vor die Tür legen. Glück hat, wer im neuen Jahr als erster darüber schreitet.