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 Allmende
 
 

Donnerkeil

Eine von der Fachwelt als Belemniten bezeichnete ausgestorbene Gruppe von Kopffüsssern hinterließ als auffälliges und relativ häufig zu findendes Fossil das Donnerkeil genannte versteinerte hintere Ende des Gehäuses (Rostrum). Die Belemniten lebten von Oberkarbon bis Eozän.

Ein Donnerkeil ähnelt in manchem dem Hammer. Gottheiten des Donners verfügen über Donnerkeile, die sie gegen ihre Feinde schleudern können. Der nordische Thor schleudert seinen von Dvergr gefertigten Mjöllnir gegen die Jötunn. Der griechische Zeus bevorzugt Blitze und Donnerkeile, die ihm die Kyklopen schmiedeten.

Donnerkeile haben wohl auch eine erotische Komponente. Die griechische Göttin Athene weiß allein um die Schlüssel zum Gemach des Donnerkeils, was Jakob Grimm an „die verbotene kammer des Marienmärchens gemahnt.” (Deutsche Mythologie III, 67)

„In ein Haus, in dem ein Donnerkeil ist oder Feuer auf dem Heerd brennt, oder ein Vogel ein Nest gebaut hat, schlägt der Blitz nicht ein.” (aus Lauthenthal, n. KUHN u. SCHWARTZ, 411)