| < zurück | |
| Gewerke und Gerät | |
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
(ahd. gardan, umfrieden, schützen)
(gr. paradaisos (davon Paradies), lat. hortus)
Willst du dein Leben lang glücklich sein, so werde Gärtner.
(Sprichwort)
Ein durch Einfriedung von der Wildnis abgetrennter Bezirk, in dem der Mensch Gemüse, Obst, Zierblumen und Heil- bzw. Gewürzkräuter zieht.
Die europäische Gartenkultur ist besonders von den Römern beeinflußt, die wiederum ihr Wissen aus Griechenland und Asien hatten. Als die römischen Besatzungsoffiziere und später auch zivile Römer ihre Villen nördlich der Alpen errichteten, brachten sie die aus Italien gewohnte Gartenanlage mit, soweit das Klima es zuließ. Germanen und Kelten übernahmen römische Gartenanlage, Methoden und Gewächse in ihre eigenen Hausgärten. Jahrhunderte später verpflanzte Karl der Große die italische Villa nach Deutschland und die Mönche legten nach römischen Vorbild ihre Klostergärten an.
Noch heute trägt der deutsche Bauerngarten.als Zier-, Nutz- und Heilpflanzen dieselben Blumen, Gemüse und Apothekergewächse, wie der Garten des kleinen römischen Landbauern nach Virgilscher Schilderung. (BÄCHTHOLD-STÄUBLI, III, 305f.) So erklärt sich die überwiegend fremdländische Namensherkunft der deutschen Gartenflora.
(auch Harke) Ein Gerät mit einer am Stil befestigten Querstrebe, die eiserne oder hölzerne Zinken trägt. Man verwendet das Gerät je nach Ausführung zum Einebnen oder Auflockern des Bodens, auch zum Einsammeln von Laub oder Grasschnitt.
Wenn der Rechen im Garten mit den Zinken nach oben liegt, dann soll dieses nicht allein gefährlich sein, er zieht dem Aberglauben zufolge auch Regen an.
Schutzpatronin der Gärtner ist die hl. Dorothea (6. Februar), ein weiterer Phokas der Gärtner (22. September). Gärtner war der hl. Jonas von Ägypten (3./4. Jh.).