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 Künste und Gewerke
 

Handel und Kaufleute

-- allmähliche Sammlung --

Das deutsche Wort Kaufmann kommt vom lateinischen caupo, „der Weinhändler” — ein Beleg für die Vorliebe der Germanen für den bei ihnen zunächst nicht angebauten und gekelterten Wein.

Schutzgott der Kaufleute war bei Griechen und Römern der Hermes bzw. Merkur. Dieser Gott stand auch den Dieben vor.
Die römischen Kaufleute feierten ihm zu Ehren am 15. Mai den „Tag der Kaufleute”.

Bei den gallischen Kelten war Teutazes Schutzgott der Kaufleute.

Ein mitgeführter Rabenkopf bewahrt Kaufleute und Handelsreisende vor Übervorteilung.

In der „Chemnitzer Rockenphilosophie” heißt es: „diebsdaumen bei sich getragen, oder bei die waare gelegt, macht, daß sie gut abgeht.” (GRIMM, A. 201)

In gleicher Sammlung wird auch der Rat erteilt: „wer eine abgebissene maulwurfspfote bei sich trägt, kauft wolfeil und verkauft theuer.” (GRIMM, A. 261)

Spuckt ein Händler auf seinen Vorrat an Wechselgeld (Handgeld), so soll das gute Geschäfte verheißen (aus Berlin, KUHN u. SCHWARTZ C. 439).

Christliche Schutzpatrone der Kaufleute sind Romanus von Rouen und Ludwig der Heilige.

Im Saalfeldischen mahnte man vor einem Verkauf zur Vorsicht: „macht man ein stück vieh oder sonst etwas durch ein gebot feil, so geht es bald drauf zu grunde.” (GRIMM, A. 532)