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| Künste, Gewerke und Gerät | |
Ein Gerät zur Überwindung von Höhenunterschieden vermittels mehrerer an Gestänge oder Tau befestigten Sprossen.
Systeme zu Initiation und Erleuchtung werden gern als Pfad oder Leiter gedacht, letzteres besonders, wenn es sich um einen Weg von der menschenbewohnten Erde in den Himmel geht.
In der iranischen Mithras-Lithurgie wird eine Leiter mit sieben Sprossen erwähnt. Diese Sprossen finden ihre Entsprechungen in den Gestirnen des Sonnensystems. Die Stufen der Leiter sind Blei (Sphäre des Saturn), Zinn (Venus), Bronze (Jupiter), Eisen (Merkur), Münzlegierung (Mars), Silber (Mond) und Gold als Späre der Sonne (BIEDERMANN, 303).
Im Aberglauben verheißt es einem Unglück, unter einer angelehnten Leiter hindurchzugehen.
Das soll allerdings weniger damit zusammenhängen, daß der Passant die Leiter versehentlich umstoßen oder ihm etwas auf den Kopf fallen könne. Vielmehr bilden Leiter, Boden und Wand ein Dreieck. Die Dreizahl und damit das Dreieck galten schon in sehr früher Zeit als heilig. Durch dieses Dreieck hindurchzugehen bedeute die Verletzung eines heiligen Raumes und mithin einen Frevel, welcher Unglück nach sich ziehe. (BRASCH, 17f.)
Bei einigen Naturvölkern, welche den Kopf als Sitz des persönlichen Schutzgeistes ansehen fürchtet man, daß dieser Schutzgeist beim Durchgang unter der Leiter ergrimmen und seinen Schützling verlassen könnte. (BRASCH, 18)
Der christliche Aberglaube betrachtet Leitern deshalb für unheilvoll, weil eine Leiter bei der Kreuzigung Christi verwendet wurde. (BRASCH, 18)
verschiedene Leitern (in Vorber. / Samml.):
Jakobsleiter.
Die Tarot-Karten gelten ihren Gegnern als die 78 Sprossen der Leiter, die direkt in die Hölle hinabführt.
Die Leiter fand auch als Folterinstrument gebraucht, siehe Streckbank.