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| Künste, Gewerke und Gerät - Kampf, Jagd und Sport | |
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
Ein Pfeil ist ein länglicher Gegenstand, welcher als Geschoß mittels einer an einem Bogen oder einer Armbrust gespannten Sehne oder auch mit einem Blasrohr geschossen, in Form des Wurfpfeiles (wie beim Dart-Spiel) auch geworfen wird. Charakteristisch sind die langspindelige Form, ein angespitztes Vorderende und Flossen zur Flugbahnstabilisierung am hinteren Ende.
In der Astronomie ist der Pfeil (Sagitta) ein kleines Sternbild, das zwischen Adler und Schwan am nördlichen Himmel steht.
Pfeil und Bogen waren typische Bewaffnung der griechischen Götter Artemis und Apollo. Mit Pfeilen, die ihm Schmiedegott Hephaistos gemacht hatte, tötete Apollo den Drachen Python, gemeinsam mit der Artemis den Riesen Tityon, der ihrer Mutter Leto übel wollte. Außer ihm töteten sie die Kinder der Niobe, weil die ihre Mutter verhöhnt hatte.
Stärker als die Pfeile der Artemis und des Apollo sind die des Amor. Der schießt die Lebenden mit seinen Pfeilen und erregt so Liebe oder die Ablehnung dieser. Apollo hatte das zu erfahren, nachdem er Amor verärgert hatte und der dafür in ihm die Liebe zur Daphne erregte, diese Nymphe aber zu überzeugter Jungfernschaft trieb. OVID, Metamorphosen, 452ff.)
Der Pfeil ist auch ein Symbol der Pest, etwa wenn Apollo so die vor Troja versammelten Achaier straft (HOMER, Illias, 1).
Im Norden galt der Gott Ull als hervorragender Bogenschütze.
Mit Pfeilen werden eine Reihe christlicher Heiliger dartgestellt, Christina von Bolsena, Demetrios von Saloniki, Kanut (Knud) von Dänemark und Ursula von Köln. Mit genau zwei Pfeilen zeigt man den Potentinus von Steinfeld, mit dreien die hl. Philomena und von Pfeilen durchbohrt Ägidius und Sebastian.
Die Zukunftsdeutung nach dem Flug eines abgeschossenen Pfeils bezeichnet man als Belomantie.
Gegen die verderbliche Wirkung von Pfeilen und Kugeln sucht sich der abergläubische Krieger mit einem Nothemd zu sichern.