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| Künste und Gewerke | |
Der Umgang mit dem Element Feuer, das Erweichen des harten und kalten Metalls im Feuer und das Wiedererstarren in neuer Form und die Urgewalt bei Umgang mit Glut, Hammer und Amboß, muß auf den Menschen immer eine ungeheure Faszination ausgeübt haben.
Handwerkszeichen der Schmiede |
Schmiedende Gottheiten und Heldenfiguren werden in zahlreichen Mythologien hinkend dargestellt.
Als erstes Metall wurde wohl das relativ weiche Kupfer verarbeitet, allerdings noch nicht gegossen, sondern gehämmert. Funde in Mesopotamien zeigen den Übergang von steinernen, knochenen und hölzeren Gegenständen hin zu Metallgegenständen auf. Erst waren es gehämmerte Speerspitzen, später treten auch Schmuck und endlich Gefäße auf. Dem folgte die Technik des Gusses, schließlich die Legierung verschiedener Metalle, womit die Bronzezeit anbrach (UHLIG, 12).
In der antiken iranischen Mythologie war der erste König Haoshyangha Lehrmeister des Schmiedehandwerks.
Die Insel Lemnos gilt als Heimat schmiedekundiger Kabiren, deren Stammvater Hephaistos gewesen sein soll. Diese lemnischen Kabiren nannte man Karkinoi, Krebse. Das soll darauf hindeuten, daß diese Urmenschen Schmiede waren, wobei sie mit ihren Schmiedezangen an Krebse erinnerten (KERENYI, 87).
Der Name des Kain, Erstgeborener der Eva, bedeutet Schmied. Sein Nachkomme Thubalkain, den Lamech mit der Zilla zeugte, wird Meister in allerlei Erz- und Eisenhandwerk genannt (1. Mose 4,22).
Eligius, Florian, Georg, Hadrian, Johannes der Täufer, Leonhard, Matthias, Patrick, Petrus, Vitus
Ein Heiliger unter den Goldschmieden war Tillo.
Barbara, Markianos und Martyrios, Wilhelm von Aquitanien
Als kunstreicher Schmied gilt der Teufel. Beginnende Sammlung der ihm zugeschriebenen Werke: Griff an der Wesenberger Kirche
In Gesellschaft des im Kyffhäuser sitzenden Kaisers Friedrich befindet sich nach einer Sage dessen Hufschmied Boldermann. Der hatte im Himmel keine Gnade gefunden, die Hölle wollte ihn aber auch nicht, also sitze er jetzt im Kyffhäuser. Nach seinem Tode hatte der Teufel ihn durchaus holen wollen. Schmied Boldermann hatte aber ein Sack vor das Schlüsselloch gehalten und des Teufel darin gefangen. Anschließend schmiedete er den Inhalt gründlich auf seinem Amboß zusammen, steckte sie in ein Faß, das innen mit Nägeln ausgeschlagen war und rollte das Faß einen Berg hinab. (KUHN u. SCHWARZ, S. 247,8)