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   Künste und Gewerke - Kampf
 

Das Schwert

Eine metallene Hieb- und Stichwaffe. Schwerter werden seit der Bronzezeit hergestellt.

Mit einem Schwert als Attribut werden verschiedene Gottheiten des Krieges dargestellt, etwa die römische Bellona, der nordische Tyr, der Erzengel Michael.

 

Berühmte Schwerter der germanischen Sage sind Balmung, das Schwert des Siegfried, Eckesax, Gram, Mimung (Schmied: Wieland) oder das von Zwergen geschmiedete und in Drachenblut gehärtete Schwert Rosen, das der Held Ortnit von seinem Vater Alberich erhielt und das später von Wolfdietrich geführt wurde.

Freyr besaß ein Schwert, das von alleine kämpfte (Skirnirlied, 8).

In Asgard ließ Odin Schwerter in die Trinkhalle bringen, deren heller Glanz allein zur Beleuchtung des Raumes ausreichte (Edda, Skaldskaparmal).

Die germanischen Griffzungenschwerter fanden sich weithin in Europa und Nordafrika. Für J. SPANUTH belegen diese Funde seine These, die frühen Germanen seien um 1200 v. auf der Flucht vor einer Naturkatastrophe in den Mittelmeerraum eingedrungen (Die Atlanter, bes. 303-316)

 

Auch der griechische Gott Hephaistos weiß hervorragende Schwerter herzustellen. Solches schenkt er zum Beispiel dem Peleus zu dessen Hochzeit mit der Thetis.

Der keltische Luno schmiedete das magische Schwert Fingal.

Berühmt ist die Sage vom in einen Fels bzw. ehernem Block gerammten Schwert. Artus zog mit Leichtigkeit das Schwert Excalibur aus solchem Block und wurde darum als rechtmäßiger König von England erkannt. Umgekehrt soll der Heilige Galgano, nach mancher Ansicht einer der Ritter der Tafelrunde, sein Schwert in einen Fels gestoßen haben als Zeichen dafür, daß er sein bisheriges ritterliches Leben aufgab.

Allgemein ist das Schwert Symbol von Handlung und Kraft, auch der rohen Gewalt. Es entspricht dem Element Luft.
Im Tarot sind die Schwerter eine der vier Kartenfarben, ihnen entsprechen in modernen Kartenspielen die Pik (dt. Blatt)-Karten (AKRON u. BANZHAF, 9).

In der Symbolsprache der Alchemie steht das Schwert für das Feuer. (GEBELEIN, 430)

„der vater gebe dem kind gleich nach der taufe ein schwert in die hand, so wird es kühn und beherzt.” („Chemnitzer Rockenphilosophie”, n. GRIMM, A. 131) Es soll wohl auf sympathetischen Wege die Charakteristik des Schwertes auf das Kind übertragen werden.