| Gottheiten | ||
Als Urmutter besteht diese Göttin bereits vor aller Schöpfung und gebiert Himmel und Erde.
In der Umarmung mit der Himmelsgottheit, dem Gehörnten Gott, feiert die Erde Heilige Hochzeit und wird Mutter allen irdische Lebens.
Die Mutter Erde ist in dieser Vorstellung die Große Göttin, die sich mit dem Himmelskönig vermählt. Die Große Göttin findet sich in vielen, wenn nicht allen Religionen. In ältester Zeit wurde sie als Frau mit starken Hüften dargestellt, etwa die bekannte vorzeitliche Venusfigur, im Altertum mit zahlreichen Brüsten, beispielsweise die Artemis. Diese Darstellung weist auf die Bedeutung der Große Göttin als Trägerin des Lebens.
Die Große Göttin wurde unter zahllosen Namen verehrt, viele sind auch als urzeitliche Heldinnen und Mütter früher Stämme bekannt. Beispiele sind die sumerische Nammu, die babylonisch-assyrische Ischtar, die ägyptische Aset, die westsemitische Astarte, die Marimba der Bantu, die germanischen Nerthus und Frigg, die griechischen Hera, die Isis, die römische Große Göttin Terra magna, Ceres, Juno und Diana. Die Hebräer kannten Lilith und im Christentum beten viele inoffiziell die Maria als Große Göttin an.
Siehe auch Gottheiten der Erde, Fruchtbarkeit und der Liebe.