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 Geister, Alben, Wichte
 
 

Hausgeister

Den Menschen von allen elbischen Wesen am nächsten stehen die Hausgeister. Oft sind es freundliche, geisterhafte Wesen, die in Wohnungen und Werkstätten der Menschen als mehr oder wenige wohlgesinnte Untermieter leben.

Es sind so gut wie immer männliche oder geschlechtslose Wesen; sind sie weiblich, so handelt es sich um Wesen, die in älterer Zeit göttliche Verehrung erfuhren, etwa Holla (Hilda) oder Bertha.

Bei den Römern sind als Hausgeister die Laren und die Penaten bekannt. Den Slawen sind Domoviye, Gumenik oder Ovinnik geläufig. Die polnische Sammelbezeichnung ist Numeias.

Deutsche Namen für Hausgeister sind beispielsweise Heinzelmann (Köln), Wolterken (niederdt.), Nis (Schleswig-Holstein) oder Puck (Norddt.). Auch der das Schiff bewohnende Klabautermann gehört hierher.

Eine andere Bedeutung hat der Hausgeist als Hausgenosse der Hexe. Dieser Hausgeist, ein niederer Dämon, der Tiergestalt annahm, hatte auf Befehl der Hexe ihre Zaubereien auszuführen. Solche Hausgeister hatten gewöhnlich die Gestalt eines Tieres, insbesondere Amsel, Hase, Hund, Igel, Katze, Krähe, Kröte oder Wiesel, auch Frettchen, Maulwurf, Maus, Ratte oder ein größeres Insekt (Biene, Heuschrecke), gern auch verstümmelt oder sonstwie absonderlich. Sie sollen der Hexe bei ihrer Initiation vom Teufel persönlich übergeben worden sein, konnten aber auch weitergegeben bzw. vererbt werden.

Verdächtig war auch, wenn Haustiere einen Namen hatten, denn die Hexen sollen ihre Hausgeister dem Ritual der Taufe unterzogen haben. Genährt wurden sie anschließend mit dem Blut der Hexe, kundige Hexenriecher suchten darum stets nach besonderen Narben, die als Hexenmale manche unschuldige „überführten”.

Zahlreiche der Hexerei verdächtigte wurde wegen Besitz eines solchen Tieres der Prozeß vor dem Inquisitionsgericht gemacht.

Bieresel, Puck, Stiefel