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 Hexerei
 
 

Eine Hexe erkennen

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Aus Pforzheim stammt der Aberglaube: „ein in der wiege liegendes kind, das einen nicht ansieht, ist eine hexe.” (GRIMM, A. 637) Dort sagte man auch, wer einen an einem Sonntag gefundenen Eggenzahn mit sich in die Kirche nimmt, sehe die Hexen mit Kübeln auf dem Kopf. Er müsse aber noch vor dem Vater-Unser-Leuten die Kirche verlassen, da ihn die Hexen sonst zerreißen würden. (A. 636)

In der Walpurgisnacht wurde Gundermann gepflückt, weil man meinte, damit Hexen enttarnen zu können (LOREY, 183). So steht es auch in der Chemnitzer Rockenphilosophie. (GRIMM, A. 463) Wenn man nämlich beim Kirchgang zu Walpurgis einen Kranz aus Gundermann auf dem Kopfe trägt, erkennt man die Hexen an mitgeführten Besen, Melkeimern usw. (ARENS, 29)

Im Württembergischen sagte man: „ein bauer, der zum andern das erstemal in den stall tritt und nicht sagt: glück herein! ist ein hexenmeister.” (GRIMM, A. 670)

Weihwasser wurde zur Hexenprobe an Katzen benutzt. Angeblich sollen sich Hexen in Katzen verwandeln können (und zwar bis zu neunmal). Um herauszufinden, ob es sich bei einer verdächtigen Katze um eine Hexe handelte, setzte man sie in ein Gefäß mit Weihwasser. Suchte die Katze daraus zu entfliehen, war die Hexe entlarvt. (PICKERING, 183)

Wenn man in einen von Hexen gemachten Wirbelwind ein Messer mit Kreuzen wirft, kann man die Hexen erkennen, sagte man in Worms. (GRIMM, A. 554)

„wenn bei der wäsche ein ander weib lauge holt und dafür dankt, so ist es eine Hexe.” (aus Gernsbach im Speierschen, GRIMM, A. 566)

Ein Amtlaßei soll Hexen erkennen helfen: „wer ein gründonnerstag gelegtes ei wohl verwahrt bei sich trägt, kann alle hexen mit kübeln auf dem kopf sehen.” (GRIMM, A. 783)

„ein weib, das mittwochs butter plumpt, ist eine hexe.” (aus Gernsbach im Speierschen, GRIMM, A. 567)

Siehe auch: Hexenriecher, Hexen wiegen, Nadelprobe, Schwemmen.