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| Dämonologie / Hexerei / Engl. Könige | |
(engl. James) Der am 19. Juni 1566 in Edinburg/Schottland Geborene war seit 1567 als James VI. König von Schottland, 1603 wurde er als Jakob I. König von England. Er war Sohn der Maria Stuart und verstarb am 27. März 1625 in Theobalds Park / Herfordshire.
1589 heiratete er Anna von Dänemark. Während der Fahrt zur Heimholung seiner Braut geriet sein Schiff in einen schweren Sturm und nachdem Jakob 1603 den Thron bestiegen hatte, setzte er seinen schon zuvor in Schriften (Dämomologie, 1597) geäußerten Glauben an die Hexerei in die Tat um und traf Maßnahmen zur Verfolgung vermeintlicher Hexen.
Jakob war nämlich der Ansicht, daß seine Seenot auf der Fahrt nach Skandinavien eines der Schiffe seiner Flotte war dabei verlorengegangen das Werk von Hexen gewesen sei. Die als Hexe angeklagte Agnes Sampson gestand unter der Folter, bei der Jakob persönlich anwesend war, sie sei seinerzeit mit ihren Komplizen in Zaubersieben dem König hinterhergefahren und habe eine Katze, an der Teile einer Leiche befestigt waren, ins Meer geworfen und so den Sturm hervorgerufen. Weil Jakob allerdings überlebt hatte, habe man später eine Wachspuppe nach dem Bild des Königs angefertigt, dieser seinen Namen gegeben und sie anschließend über einem Feuer braten lassen. Der König bezweifelte diese fabelhafte Geschichte, doch dann soll Agnes Sampson ihm die Worte ins Ohr geflüstert haben, welche er mit seiner Braut in der Hochzeitsnacht gewechselt hatte. Dadurch wendete sich das Blatt, Jakob glaubte der Aussage und Agnes Sampson wurde in Haddington hingerichtet. (PICKERING, 172)
Kaum war Jakob König von Englands geworden verschärfte er die Hexengesetzgebung von 1563, indem er die Strafen erhöhte und die Jagd auf Hexen intensivieren ließ. Die Untersuchungen galten nun, ganz nach kontinentaleuropäischem Vorbild, weniger den tatsächlich begangenen maleficia (Schadenszauber) als vielmehr dem vorgeblichen Teufelspakt. (ebd., 173)
Er führte auch die Wasserprobe wieder in das englische Rechtswesen ein.
In seiner Daemonologie heißt es, Gott habe als übernatürliches Zeichen der ungeheuren Gottlosigkeit der Hexen angeordnet, daß das Wasser jene in seinen Schoß aufzunehmen widerstrebt, die das heilige Wasser der Taufe von sich abgeschüttelt haben. (zit. n. BIEDERMANN, 451)
Zu Gute halten kann man Jakob, daß er, anders als etliche andere Hexenverfolger, zur Vorsicht gegenüber bloßen Aussagen mahnte und strengere Beurteilung von Beweisen forderte. Gegen Ende seiner Herrschaft nahm die Zahl der Hinrichtungen dann auch ab und der König scheint gegenüber den in seinem Buch Dämonolgie von ihm geäußerten Thesen skeptischer geworden zu sein. (PICKERING, 173)
Jakob I. selbst soll durch Zauber umgekommen sein, möglicherweise wurde er auch einfach vergiftet.