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| Ketzerei | |
Von Cesarius von Heisterbach stammt der in den Beginn des dreizehnten Jahrhunderts fallende Bericht über die Ketzer von Besançon, welcher im Mittelalter weithin als Tatsachenbericht galt.
In Besançon lebten Ketzer, welche zahlreicher Wundertaten mächtig waren. Sie gingen über Wasser, hinterließen auf bemehlten Boden keine Fußspuren, widerstanden dem Feuer und so weiter. Das beeindruckte die Bürger und viele schlossen sich den Ketzern an. Der Bischof wandte sich an einen in magischen Künsten bewanderten Priester, welcher den Teufel beschwor und von dem um den Preis seiner eigenen Seele erfuhr, daß die Ketzer einen Teufelspakt geschlossen hätten. Der stehe auf einem Papier, welches den Ketzer unter der Achsel eingenäht sei. Also schnitt man den Ketzern ihre Kontrakte heraus, wodurch sie ihre Wunderkräfte verloren. Man ließ sie allesamt verbrennen. (Cesarius Dialog, V., 18, n. HABIGER-TUCZAY, 105)