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 Hexerei - Hexen
 
 

Anna Maria Schwägel

Gegen Anna Maria Schwägel fand 1775 der letzte offizielle Hexenprozeß in Deutschland statt.

Anna Maria Schwägel war eine bayerische Dienstmagd, welche sich im Alter von etwas über Dreißig in einen Kutscher verliebte, der sie unter der Bedingung, daß sie vom katholischen zum lutherischen Glauben übertrete zu heiraten versprach. Der Kutscher verführte sie, verließ sie dann aber und Anna Maria Schwägel wandte sich in ihrem Leid an einen Augustinermönch, der sich allerdings auch als ein zum reformierten Glauben Übergetretener herausstellte.

Anna Maria Schwägel wurde als Hexe angeklagt und in das Zuchtschloß Laneggen bei Kempten gesperrt, wo ihr die grausame Aufseherin Anna Maria Kuhstaller im Verhör schwer zusetzte. Anna Maria Schwägel gestand, jener Kutscher sei der Teufel persönlich gewesen. Gegen die Magd wurde nun ein förmmliches Verfahren angestrengt. Zwar blieb ihr die Folter erspart, doch auch ohne diese gestand die Magd, was man von ihre hören wollte, nämlich daß sie mit dem Teufel einen Pakt geschlossen und sich dem hingegeben habe.

Am 11. April 1775 wurde Anna Maria Schwägel in Kempten als Hexe enthauptet.

Quelle: PICKERING, 271