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| Hexerei / Zauberei | |
Dieses Gerät ist ein traditionell von Hexen verwendetes Werkzeug der Zauberei.
Typischerweise besteht eine solche Hexenflasche aus Glas oder Eisen, gefüllt wird sie mit Urin und Hufnägeln, das ganze unter Hersagung eines rückwärts gesprochenen Vaterunsers über dem Feuer erhitzt (PICKERING, 139).
Gelang der Zauber, dann war die Hexenflasche ein wirksames Mittel gegen alle schadensbringenden magischen Angriffe.
Sollte der magische Angreifer zudem angelockt werden, um ihn dingfest und seinen Zauber unschädlich zu machen, so gab man noch Haare, Nägel, Blut dieser Person hinzu. Wenn das Gebräu um Mitternacht gekocht wurde, dann zog es den Übeltäter unweigerlich zum Schauplatz des Rituals (PICKERING, 139).
In späterer Vereinfachung wurde als Hexenflasche auch ein einfaches uringefülltes Glas verwendet.
Die Hexenflasche kann auch selbst Gegenstand eines Schadenszaubers sein, der drei Monate lang sein Opfer plagen soll. Dazu wird eine Flasche, idealerweise eine aus der Erde gegrabene, gereinigt, signiert und wie oben beschrieben mit Körperflüssigkeiten gefüllt, hinzu kommt etwas eisenhaltiges, dessen Rosten im Sinne eines alchemistischen Prozesses das Gerät weiter auflädt. Nicht zu vergessen ist, bei der Herstellung häufig und regelmäßig daran zu denken, was dem Opfer widerfahren soll. Ist alles erledigt wird ein Fluch auf Papier geschrieben und mit weiteren Ritualen mit der Hexenflasche verbunden und diese dann in der Nähe des Opfers untergebracht. Sobald sich das Opfer das erste Mal der Hexenflasche nähert, beginnt der Fluch zu wirken und hört nach den drei Monaten auf, so daß die Flasche praktischerweise nicht geborgen zu werden braucht (HALL, 131f.).