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Jahreszeiten

Frühling
Sommer
Herbst
Winter

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Die ausgeprägten vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt es (wegen der relativ zur Sonne schrägen Lage der Erdachse) nur in den nördlichen Breiten.

Weiter südlich, im Mittelmeerraum, unterscheidet man vielfach nur zwei oder drei Jahreszeiten.

Laut der Schilderung der Zeitalter bei OVID traten die Jahreszeiten erstmals im silbernem Zeitalter auf. Kälte und Dürre zwangen fortan zu Wohnung und Landwirtschaft (Metamorphosen I,126-153).

Analogien: Jugend - Erwachsensein - Greisenalter - Totsein oder Wachsen - Vermehren - Vergehen - Ruhe

Vier Sterne sollen die Jahreszeiten herrschen: Der Regulus im Löwen beherrscht den Frühling, Antares den Sommer, Fomalhaut den Herbst und Aldebaran den Winter.

 

Griechisch

Vier Gruppen von Horen standen für die Jahreszeiten, die Erinen des Frühlings, die Xanthen des Sommers, die Oporinen des Herbstes und die Cheimerien des Winters. Allerdings werden auch nur zwei bzw. drei Jahreszeiten unterschieden.

 

Etrusker

Über den Wechsel der Jahreszeiten wachte Voltumna.

 

Nordisch

Die isländische Edda nennt im Wafthrudnirlied zwei Jahreszeiten, den kalten Winter und den warmen Sommer (z. B. Gylfaginning, 42). Dabei ist Windswal der Vater des Winters, der Sommer ist Sohn Swasuds (ebd., 19).

 

Die vier Kerzen auf dem Kranz zum Weihnachtsfest (oder Julfest) sollen für die vier Jahreszeiten stehen.

 

Frühling

Zeichen Frühling
In dieser Jahreszeit sind zur Frühjahrstagundnachtgleiche am 21. März Tag und Nacht erstmals im Jahr wieder gleich lang.

In den Frühling fallen die Tierkreiszeichen Widder, Stier, Zwillinge

„Kommt die Weihe geflogen,
ist der Winter verzogen.”

„Grasmücken, die fleißig singen,
wollen uns den Frühling bringen.”

 

Sommer

Zeichen Sommer
In den Sommer fallen die Tierkreiszeichen Krebs, Löwe, Jungfrau

 

Herbst

Zeichen Herbst
In den Herbst fallen die Tierkreiszeichen Waage, Skorpion, Schütze

 

Winter

Zeichen Winter
In den Winter fallen die Tierkreiszeichen Steinbock, Wassermann, Fische

In Bauernregel und Aberglauben heißt es, einen strengen Winter gebe es dann, wenn der erste Tag des neuen Jahres auf einen Sonnabend fällt. Das ist auch dann zu befürchten, wenn auf der Heide die Erica reich blüht oder wenn die Walnußernte besonders reich ausfällt. Allgemein wird von späten Einzug des Frühlings ausgegangen, wenn auch der Winter spät einsetzte.

Ein harter Winter soll auch dann zu befürchten sein, wenn die Weiden im Herbst kleine Knospen treiben oder die Ameisen am St. Annatag (26. Juli) Haufen aufwerfen:

Werfen die Ameisen Haufen auf am Annatag,
ein strenger Winter folgen mag.

Bau’n Ameisen hoch Haufen auf,
folgt langer grimmer Winter drauf.

„Im Juli viele Rosen - im Winter scharfes Tosen.”

Wenn das Wiesel sein braunes Fell bis weit in den Herbst hinein behält, soll es einen milden Winter geben, ein strenger Winter naht, wenn das Wiesel schon früh seinen weißen Winterpelz trägt.

Wenn die Maulwurfshügel im Herbst besonders hoch sind, dann soll ein sehr strenger Winter zu erwarten sein.

Ein harter Winter ist auch zu erwarten, wenn Mäuse besonders tief graben.

Wenn im September viel Spinnen kriechen,
sie einen harten Winter riechen.

„Halten die Krähen Konzilium,
schau nach Feuerholz dich um.”

„Wenn die Bienen zeitig verkitten,
kommt bald ein harter Winter geritten.”

Ebenso soll es einen harten Winter geben, wenn die Buchen reichlich Eckern, die Eichen reichlich Eicheln, die Tanne viele Zapfen, die Eberesche und der Weißdorn viele Beeren fruchten. Auch soll es auf strengen Winter deuten, wenn die Birnen im September noch fest an den Stielen hängen, die Weide nur kleine Knospen treibt oder die Korbweide stark ausschlägt.

Es gibt aber auch Anzeichen für milderen Winter: wenn nämlich das Winterfell bei Hasen, Hirschen und Rehen glatt ist oder die Schwalben erst spät davonziehen, außerdem, wenn noch spät Mücken fliegen.

Als kältester Monat gilt in Mitteleuropa der Januar:

„Der Winter ist ein böser Meister und der Januar sein bester Geselle.”