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-- in Vorbereitung / Sammlung --
Die Kerzen mit ihrem stimmungsvollen Licht werden für etliche religiöse und magische Zeremonien verwendet.
Traditioneller Werkstoff der Kerze ist das Wachs, das die Bienen zum Bau ihrer Waben erzeugen.
Im katholischen Gottesdienst finden wenigstens zwei Kerzen Verwendung, an Festtagen auch mehr.
Die Osterkerze ist Symbol für Christus als das Sinnbild der sich selbst verzehrenden Liebe (da bei der Kreuzigung Jesu Gott sich selbst aus Liebe zu den Menschen geopfert habe).
In den christlichen Kirchen illuminieren große, weiße Altarkerzen den Gottesdienst. In Alchemie und Zauberei werden neben den weißen Kerzen auch andersfarbige Kerzen verwendet, je nach Einsatzzweck naturfarbene, gern auch blaue, vornehmlich aber schwarze, die dann farblich größtmöglich mit den weißen kontrastieren, dabei aber das Feuer ihrer Kerzenflammen diesen Gegensatz vereint.
Die Schwarze Messe schließlich verwendet als Umkehrung des christlichen Gottesdienstes schwarz eingefärbte Kerzen.
Zu Mariä Lichtmeß (2. Februar) weiht man Kerzen, da diese — so hofft man — vor Blitz, Feuer und Krankheiten schützen sollen, da die geweihten Kerzen die vermeintliche Ursache, Dämonen und Hexerei, vertreiben sollen (PICKERING, 198). Besonders wertvoll sollen die geweihten Kerzen sein, wenn Mariä Lichtmeß auf einen Sonntag fällt (Vom Volksbrauch im Winter, 58).
Die vier Lichter auf dem Kranz zum Weihnachtsfest (oder Julfest) sollen für die vier Jahreszeiten stehen.
Aus Wachs werden Puppen gefertigt, die in der Puppenmagie Verwendung finden.
In Masuren hält man das von den Kirchenlichten ablaufende Wachs als gegen die Epilepsie besonders wirksam. (FRISCHBIER, 47)
Der Renaissance-Gelehrte Agrippa von Nettesheim rechnete das Gießen von geschmolzenen Wachs in Wasser zu den vier elementarischen Wahrsagekünsten (De Occulta Philosophia, Kap. LVIII; Neudruck p. 274, zit. n. SCHRÖDTER 1967, 72). Bei dieser Weise der Mantik wird das Wachs über der Flamme geschmolzen und in Wasser gegossen, durch Deutung der erstarrten Substanz sucht man dann das erhoffte Wissen zu gewinnen.
Ähnlich ist das zu Silvester beliebte Bleigießen.
An der Küste heißt es, wenn jemand seine Zigarette an einer Kerze entzündet, sterbe ein Seemann. Der Aberglaube soll von der früher sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage der Matrosen herkommen. Besonders während der Wintersaison, wenn die Schiffahrt brach lag, mußten nämlich viele Seeleute als Arbeiter in Zündholzfabriken ihr Geld verdienen. Wer nun das Zündholz an einer Kerze anzündete und damit das Streichholz einsparte, der gefährdete den Arbeitsplatz des Seemanns, so daß dieser u. U. mit den Seinen ins Elend ziehen mußte.
Für weitere Erklärungen des Schnacks bin ich dankbar, Kontakt siehe Impressum.