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 Geister, Alben, Wichte
 
 

Alp, Mahr, Nachtmahr

(auch Nachtmar, Alb, Elb, weitere Namen s. u.) Unter Nachtmahr (Nachtpferd) versteht man eine den Schlafenden drückende, auf ihm reitende Elbin. (GRIMM, 884)

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

In der „Chemnitzer Rockenphilosophie” heißt es: „wenn man die schuhe verkehrt zu haupten des bettes steckt, drückt der alp nicht des nachts.” (GRIMM, A. 457)

„neugebornen mädchen lege man über die brüste ein netz von einer alten weiberhaube, damit sie der alp nicht aussauge.” (GRIMM, A. 1104)

In Westfalen riet man: „wen die nachtmahr besucht, ein großes weib mit lang fliegendem haar, bohre ein loch unten in die thür und lege soviel schweineborsten hinein, bis es ausgefüllt wird. dann schlafe er ruhig, und verspreche der nachtmahr, wann sie kommt, ein geschenk: sie wird ihn verlassen und das gelobte den andern tag in menschengestalt abholen.” (GRIMM, A. 878)

Die Vorstellung von Nachtmahren ist europaweit und darüber hinaus verbreitet, entsprechend zahlreich sind die Namen. Man nennt sie außer Alp unter anderem auch Stendel, Waalrüter, Cauchemar, Nachtmart, Cincuit, Le-Rudge-Pula, Marui, Painajainen, Marantule, Pandafeche, Shishimora, Schrätteli, Toggeli, Calcatràpole, Engue, Quældrytterinde, Nachtmännle, Schrecksele, Drud und Mora. (ARROWSMITH, 127)
„Im Oldenburgischen, im Saterlande und Ostfriesland nennt man den alp die wålrìderske oder wälrìderske.” (KUHN u. SCHWARTZ, C. 190)
Auf der Insel Baltrum nennt man den männlichen Mahr wålrüder, den weiblichen rittmeije. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 199)

Das englische Wort „nightmare” für Alptraum ähnelt sehr dem deutschem „Nachtmahr”.