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 Allmende
 
 

König

(ahd. kuning; v. kunni, Geschlecht) Der König (oder die Königin) ist in monarchischen Staatsformen oberster Würdenträger, dem allenfalls ein Kaiser übergeordnet ist. Er ist vielfach auch oberster Priester. Die Macht des Königs kann z. B. durch ein Parlament eingeschränkt sein (konstitutionelle Monarchie) oder sie wird von ihm uneingeschränkt ausgeübt (absolute Monarchie).

Der König hat seine Würde dank seiner Geburt, durch Wahl oder Eroberung inne.
Viele Könige führten ihre Abkunft auf die Gründer von Städten zurück, welche ihrerseits einen Gott zu Vater oder Mutter hatten. In ihrem Geblüt wird das göttliche Heil weitergegeben, worin die besondere Eignung des Königs zur Herrschaft gründet.
Wenn mehrere Häuptlinge ihre Stammesgebiete zu einem Reich vereinen, können sie durch Wahl einen von ihnen zum gemeinsamen König bestimmen oder einer wird König, weil sein Stamm einen anderen Stamm unterwirft und zu dessen Führung einen Häuptling minderen Ranges einsetzt. In beiden Fällen werden die Könige ihren Anspruch durch ihre Abstammung mythisch überhöhen. Wo das nicht gelingt oder zur Unterstreichung des Gegebenen werden bei der Krönung des Königs religiöse Zeremonien vollzogen, beispielsweise die Salbung, durch die göttlicher Segen auf den Herrscher übertragen wird.

 
--- Artikel in sammelnder Vorbereitung ---
 

Den frühen Königen Griechenlands bescheinigen die Mythen durchweg die Abkunft von einer der olympischen Gottheiten.

Als Menschenopfer im Rahmen eines Fruchtbarkeitskultes sollen vorzeiten alljährlich die Sakralkönige geopfert worden sein.
Bei den babylonischen Narrenfesten (Säaken) wurde die Opferung eines zum Tode verurteilten Verbrechers üblich, er trat dabei an die Stelle des Königs, der ehedem selbst geopfert worden sein soll. Dem Stellvertreter tat man nun alle einem König zustehenden Ehren an, er wurde reich bekleidet, beköstigt, schlief mit königlicher Konkubine usw., ehe man ihn nach fünf Tagen solcher Herrlichkeit auszog und geißelte, damit er mit Tränen und Blut neue Fruchtbarkeit über das Land bringe, wenn man in anschließend zwischen Himmel und Erde aufhing. Dieses soll Vorbild von später üblich gewordenen Kreuzigungszeremonien sein, in denen der historische Kern der Kreuzigung Jesu zu suchen sei (WALKER, 1993, 809f.).

Bei den Germanen zur Zeit des TACITUS waren die Könige edler Herkunft, aber keine unumschränkten Alleinherrscher (Germania, 7). Sie wurden von der Volksgemeinschaft per Akklamation auf Lebenszeit gewählt. Während der Völkerwanderung bildete sich ein Stammeskönigtum heraus.

Als besonders mächtig erwies sich das fränkische Königtum, aus dem das deutsche und das französische Königtum hervorging.

Die protokollarisch korrekte Anrede eines Königs ist „Majestät”, man erkennt ihn an der Königskrone in seinem Wappen.