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| Krankheiten | |
(Komedomen) Eine Hautkrankheit, welche in der Regel durch ein Zuviel an Talgproduktion hervorgerufen wird. Dieser Talg dickt ein und verstopft die Ausgänge der Talgdrüsen in der Haut. Von außen dringt Schmutz in die Stelle und läßt den Mitesser als häßlichen schwarzen Fleck erscheinen.
Man machte Mitesser für schlechtes Gedeihen der Kinder verantwortlich. In Litauen sagte man: Wenn ein Kind abmagert, so hat es die Mitesser. Dagegen ging man mit einem schauerlichen oder einem erhitzendem Mittel vor: Um Mitesser zu vertreiben, geht eine alte Frau mit dem Kinde auf den Kirchhof an das Grab des zuletzt beerdigten Kindes. Hier bohrt sie mit einem langen Stabe durch das Grab bis auf den Sarg und klopft dreimal an denselben an. Meldet sich der Todte — was unfehlbar geschieht —, so wird das Kind gesund. Oder man stecke das Kind in einen vom Backen noch stark erwärmten Backofen. (FRISCHBIER, 79)
Da wird man lieber vorbeugen wollen:
steht eine schwangere vor dem brotschrank und ißt, so bekommt das kind die mitesser. (Chemnitzer Rockenphilosophie, n. GRIMM, A. 41)