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| Körper / Krankheiten | |
Volkstümlicher Aberglaube meinte, Fußleiden ließen sich durch Schadenszauber herbeiführen. Beispiele für einen Blut- und Bildzauber liefert der Magisch-Sympathetische Hausschatz. So wird von einem schadbringenden Verfahren berichtet, bei dem mit menschlichen Blut ein Fuß an die Wand gemalt und darin eine Nadel gestochen wird. Der mit der gemalten Figur gemeinte Mitmensch soll davon solange am Fuß leiden, wie die Nadel nicht entfernt wird (in: Das sechste und siebente Buch Mosis, 111).
Ein heilender Segen für kranke Füße bei Kindern lautet:
Heil, Heil o Segen
Sieben Tage Regen
Sieben Tage Schnee
Tut’s Füßchen nicht mehr weh!
Dazu werden über dem Fuß drei Kreuze gemacht (Das sechste und siebente Buch Mosis, 57).
Nach okkulter Lehre verfestigten sich die Füße zuerst im Urgewässer. Darum gelten die Füße als stärkster körperlicher Ausdruck von Materie. (SCHWARZ in: KIESWETTER, 125)
Der Kerl hat den Teufel barfuß laufen sehen, hieß es in der Mark von besonders dreisten Menschen. (KUHN u. SCHWARTZ, 255)
Aber auch für Nichtteufel ist das Barfußlaufen eine ebenso entspannende wie abhärtende Wohltat.
Siehe auch Fußspur.
Will man von einem Schlafenden Geheimnisse erfahren, fasse man ihn an der großén Zehe und frage herzhaft, was man will. Nur muß man sich hüten, den Namen des Schlafenden zu nennen, weil er sonst erwacht. (Magisch-sympathethischer Hausschatz, 157)
Um am kommenden Morgen zeitig aufzuwachen, stößt man mit der großen Zehe des rechten Fußes so oft gegen das Bettende wie die Uhr beim Erwachen zeigen soll. Für halbe Stunden macht man bei diesem Weck-Zauber einen Strich. (BÄCHTOLD-STÄUBLI i. Handwörterbuch I 678)