Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Krankheiten
 
 

Steinleiden

Wenn sich durch Störungen des Stoffwechsels in Organen vermehrt Salze bilden und diese miteinander verklumpen, kann es zur Bildung von Steinen kommen. Derlei Lithos oder Konkrement vermag die Funktion des betroffenen Organs zu beeinträchtigen, beispielsweise durch Verstopfung.

Befallen werden vornehmlich Galle, Niere und Blase, auch Steinleiden der Drüsen sind geläufig.

Schutzpatrone gegen Steinleiden allgemein sind Burkhard von Würzburg, Florentius von Straßburg, Godehard von Hildesheim, Liborius von Le Mans, Rasso von Andechs, Richildis und Stephanus.

Bei Gallensteinen sollen Rezepturen aus Berberitze oder Mandelbaum helfen, Fürbitte leisten dem Gläubigen die Heiligen Apollinaris von Ravenna und Benedikt von Nursia.
Diese Heiligen werden auch gegen Nierensteine um Beistand gebeten.

Bei Blasensteinen wird zu Verabreichungen aus Heckenrose, Gänsefingerkraut und Mandelbaum geraten.
Auch ein Aufguß von den Fäden des Maiskolbens soll helfen (Sechstes und siebentes Buch Mosis, 268).
Zedlers Reallexikon von 1738 empfahl bei Blasensteinen in Wein gegebenen, gepulverten Serpentin. (Edelsteine in der Medizin II, 14)

Von den Heilsteinen soll auch der Nephrit, äußerlich umgebunden, dem Steinleiden abhelfen (Edelsteine in der Medizin II, 19). Früher empfahl man auch den Beryll gegen Nieren- und Blasensteine. (STEPHAN u. ASCHBERG, 108)