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 Allmende
 
 

Mischwesen

Wesen, die aus Teilen mehrerer Tierarten bestehen und auch Teile des Menschen enthalten. Neben Ungeheuern werden zahllose Gottheiten als aus mehreren Arten bestehend dargestellt.
Die einzelnen Bestandteile charakterisieren das Gesamtwesen, indem die der jeweiligen Tierart zugesprochen Eigenschaften zu einer Gesamtheit verschmelzen.

Einige von ihnen sind Aspis, Basilisk, Chimäre, Drachen, Einhorn, Greif, Kerberos, Pegasos, Phönix oder der iranische Simurg.
Eine Art geflügeltes Pferd ist Mohammeds Reittier Burak.

 

Anteile menschlicher Gestalt haben das Volk der Agrippiner, Ba, die Cherubim, die Daevas, die Echidna, Garuda, Gopat-Shah, die Harpyien, die Kentauren, Nixen, die Seraphim, die Sirenen, die Sphinx, der Triton oder der akkadische Zu.

Fischgestaltige Mischwesen sind die von Sumerern Lachama, von Akkadern Lachmu genannte Wasserdämonen. Aus Fisch und Ziegenbock ist das Wesen Suchur-mash zusammengesetzt.

Manche solcher Mischwesen gelten als Überbringer der Kultur. Die Sumerer kannten die Abgal, sieben Weise und Mischwesen, die teils als Fischmenschen vorgestellt sind. Die Chaldäer Babyloniens führten ihr Wissen auf die Annedoten zurück, Mischwesen aus Mensch und Fisch.

Auch die griechische Eurynome stellte man als Frau mit dem Unterleib eines Fisches dar.

Schlangenfüße soll Kadmos, der Gründer Thebens, gehabt haben. Er und seine Frau Harmonia verwandelten sich später ganz in Schlangen. Auch Kekrops, erster König Athens, soll halb Mensch, halb Schlange gewesen sein.

Die Demeter stellte man bei Phigalia in Arkadien (Peloponnes) als Frau mit dem Kopf eines Pferdes dar, aus dem Schlangen und andere Tiere wuchsen. PAUSANIAS, Arkadien 42,4)

Der Dämon Beelzebub wurde in einem Volksbuch über Doktor Faust von 1589 als Mischwesen aus Mensch und Rind beschrieben (n. BIEDERMANN, 132).

Skorpionmenschen bewachen im Gilgamesch-Epos den Berg Maschu.