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| Religion und Kultus | |
während die heidnischen Kulte des Altertums eine Vielzahl miteinander agierender Gottheiten kannten, die alle ihre Kulte hatten, ohne daß das die Verehrung anderer Gottheiten schmälerte, vertreten monotheistische Religionen den Glauben an nur eine einzige Gottheit.
Der Glaube an nur eine einzige Gottheit, neben der keine weiteren Wesenheiten vergleichbaren Ranges existieren.
Beispiele monotheistischer Religionen sind Parsismus, Judentum, Christentum oder der Islam.
Vielen strengen Monotheisten gilt bereits die christliche Trinität als Polytheismus. Eine liberalere Variante des Monotheismus ist der Henotheismus. Hält der Henotheismus neben der verehrten Gottheit noch weitere Götter für existent, etwa die benachbarter Völker anderer Religion, so schließt der Monotheismus die Existenz weiterer Gottheiten völlig aus.
Der in der Bibel überlieferte Jahwe-Glaube war den älteren Berichten zufolge henotheistisch. Er schloß die Existenz der anderen Götter nicht aus (Reclams Bibellexikon, 208), sie galten nur als weniger mächtig als Jahwe und nicht der Anbetung würdig.
Beispiele henotheistischer Gottesverehrung sind die antiken Dionysos-Kulte.
Kritiker mögen im Vorhandensein von Engeln, Heiligen oder Dämonen auch in monotheistischen Religionen eine verkappte Form des Polytheismus sehen und darin heidnische Götter- und Heldenverehrung oder Vorstellungen von einem riesischen Gegenspieler (Titanen, Loki) der herrschenden Gottheit (Zeus, Odin) wiedererkennen.