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| Allmende | |
Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort.
Und die Welt fängt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.
Joseph von Eichendorff
-- in Vorbereitung und Sammlung --
Für viele ist die Musik höchste aller Künste. Sie hat ihren Namen von den griechischen Göttinnen der Künste, den Musen. Diese Musen benamten neben der Musik auch das Museum, das als Museion ihr Heiligtum war.
Durch den Klang seiner Leier vermochte der Gott Apollo die Steine zu rühren, als er die Mauern von Troja und Megara erbaute. Ähnliches vollbrachte Amphion in Theben.
Orpheus rührte Steine und die Schattenwesen der Totenwelt, als er dorthin abstieg um seine Eurydike zu holen. Orpheus soll es gewesen sein, der erstmals zu seinem Gesang die Lyra schlug, er verband damit Dichtung und Musik.
Für den griechischen Philosophen Platon war die Musik ein Fundament geordneten Staatslebens: Nirgends wird an den Gesetzen der Musik gerüttelt, ohne daß auch die höchsten Gesetze des Staates ins Wanken geraten. (zit. n. DÖBLER, 22)
Als Meister der Musik gilt der Teufel. Bei dem hatte beispielsweise der Bärenhäuter solche Kunst erlernt (Kinder- und Hausmärchen) Nr. 100).
Eine besondere Liebe zu Tönen und Tanz wird den Alben nachgesagt, wobei diese Wesen diese Vorliebe mit höheren Wesen teilen, vorzüglich mit Halbgöttinen und Göttinnen. Auf der Isis Schiff erschallt nächtlicher Freudengesang, in Frau Holdas Wohnung, in Frau Venus Berg ist Gesang und Tanz. (GRIMM, 389)
Musikalische Tiere sind zum Beispiel der sterbende Schwan, die zirpenden Heuschrecken und der quakende Chor der Frösche.
Sammlung einiger Musikinstrumente:
Lyra, Kithara, Flöte, Geige, Harfe, Posaune, Xylophon

Christliche Schutzpatrone der Musiker sind Arnold von Arnoldsweiler, Benedikt Biscop Baducing, Blasius, Cäcilia, David, Dunstan von Canterbury, Genesius von Rom, Gregor I., Johannes der Täufer, Leo I., Leo IX. und Odo von Cluny.
Die klassische Musik soll heute um ein Drittel schneller gespielt werden, als zum Zeitpunkt der Entstehung dieser Werke.
Den Pythagoräern galt die Musik als Medizin. Der syrische Philosoph Iamblichos bemerkte: Die Pythagoräer gebrauchten die Musik wie ein Heilmittel; und es gab bestimmte Weisen gegen die seelischen Leiden (...). In gewissen Tonweisen und Rhythmen, durch welche Sinnesart und Stimmung der Menschen gebessert und der seelische Zustand in die anfängliche Ordnung zurückversetzt wird, fand Pythagoras Mittel der Beschwichtung und Heilung von Krankheiten des Leibes und der Seele. (zit. n. v. DÄNIKEN, Erscheinungen (1976), 165)
Veilchen und Alpenveilchen sollen zu den Blumen gehören, die eine entschiedene Abneigung gegen Musik oder richtiger gegen starke Schallwellen haben. Von den Orchesterinstrumenten seien ihnen besonders die Klänge von Pauke und Tuba zuwider, (SCHRÖDTER, 16)